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    Rallye Costa Brava 2022

    Von Administrator | 02. 04. 2022

    Ein (sehr langer) Gastbeitrag von Detlef Burghammer – diesmal geht es um Vollgas.

    Nach 3 vergeblichen Anläufen in den Vorjahren (2020 waren wir Ort und wurden von der Pandemie „ausgebremst“, 2021 wurde die Veranstaltung mehrfach verlegt, so dass eine ausreichende zeitliche Planung nicht mehr möglich war) sollte es nun endlich klappen, bei einem „Big-Event“ teilzunehmen und sich mal richtig Rallyeluft reinzuziehen.
    Dieser Lauf im Norden von Spanien zählt zur Europäischen Historischen Rallyemeisterschaft EHRC der FIA und ist im Übrigen die älteste Rallye Spaniens.

    Die Ausschreibung, die Anzahl und die Qualität der Wertungsprüfungen und auch die Starterliste versprach viel.

    Einige von diesen Prüfungen werden bzw. wurden auch bei WM-Läufen der Rallye Catalunya bzw. der Rallye Spanien genutzt.

    Etwas in die Jahre gekommen, aber immer noch schnelle Leute aus Italien wie z.B. „Lucky“ aka Luigi Battistolli, „Tony“ aka Antonio Fassina im Stratos HF, „Zippo“ im Audi Quattro und der Franzose Jeans Francois Berenguer im BMW M3, von dem einst mal Sebastian Loeb sagte, er ist der Mann, den es national in Frankreich zu schlagen gilt.
    Auch weltweit bekannte Beifahrer geben sich hier regelmäßig ein Stelldichein wie z.B. Fabrizia Pons (auf dem heißen Sitz von „Lucky“ im Delta Integrale) und Dennis Giraudet ehemaliger Beifahrer von so bekannten Leuten wie Juha Kankkunen, Armin Schwarz, Didier Auriol.

    Aber auch der Bruder von „Rallye Matador“ Carlos Sainz, Antoni Sainz auf Subaru Legacy war hier und natürlich zahllose spanische „Größen“.

    Am Start waren auch ein paar Deutsche, die national bekannten ehemaligen SAAB- und nun Volvo-Treter, die Eheleute Mayr aus Bayern und Jürgen Geist mit einem schneeweißen Manta 400 aus Öhringen.

    Am Start waren unter anderem also gemeldet:
    2 Lancia Stratos HF
    2 Subaru Legacy
    3 Ford Sierra Cosworth (davon 2 in der 4 x 4 Ausführung)
    3 Lancia Rallye 037
    10 BMW M3
    12 Porsche (davon in unserer Klasse D 4 deren 6 plus ein seltener 914/6)
    10 Ford Escort RS (davon die meisten 1800 BDA`s)
    1 Renault R 11 Turbo
    1 Audi Quattro
    1 Opel Manta 400
    1 Ferrari 308 GTB (gefahren von einem waschechten Sir aus England)

    Unsere Klasse D 4 war letztlich besetzt mit etlichen Porsches in der Ausführung SC 3.0 und einem Audi Quattro, der auch noch im Verlauf der Rallye für uns direkt eine Rolle spielen sollte. Unser Arbeitsgerät ein Porsche 911 SC 3.0 Baujahr 1980 aus Italien von Pentacar.

    Kein Wunder, das wir da erstmal ein wenig tiefstapelten: Ziel war es, unter den Top 15 zu landen.

    Eine recht unbekannte Größe war für uns noch dieses Jahr das Wetter. Im Jahre 2020 beim Training waren beste trockene Verhältnisse und so hatten wir natürlich „smarte Aufschriebe“ dabei für ca. 80 % der Strecke, aber halt alles im Trockenen „erfahren“. Wie es im Nassen aussehen sollte, haben wir dann im Verlauf der Recce bald erfahren.

    Tag 1: Anreise

    Aus den Federn um halb 2 in der Früh. Nach ca. 300 km Treffpunkt Bern-Grauholz Raststätte mit den Schweizer Freunden. Das waren mein Fahrer Daniele und ein weiteres Team aus dem Kanton Schwyz der Freddy Suter mit seinem neuen Co Cornell Großmann, ein echter Pfundskerl.

    Als zusätzliche Hilfe hatten wir unseren Freund den Gustavo noch dabei, der uns eine wertvolle Hilfe werden sollte, da er Spanier ist, unten in der Mitte.

    Es folgte eine recht beschwerliche Anreise über die Autobahn A1 Lausanne, Genf zur Schweizer Französischen Grenze. Dort musste Zoll gemacht werden und weiter ging es durch die Seealpen via Autobahn ca. 850 km nach Girona. Je näher wir Spanien kamen, reichte ein Blick zum Himmel, um nichts Gutes zu ahnen. Teilweise sahen wir überschwemmte Ackerflächen in Südfrankreich entlang der Autobahn. Der Regen, der bei uns in D fehlte, ist wohl komplett hier runtergekommen, dazu dann auch noch Saharastaub.

    Ankunft kurz nach 17:00 Uhr in Girona und Abstellen der Rallyeboliden in einem überwachten Parkplatz. Die Papierabnahme im Hotel Utonia im Zentrum von Girona wurde gewohnt routiniert abgewickelt, der Veranstalter ist Profi und sehr gut organisiert, hat er doch bereits viele EM und auch WM-Läufe abgewickelt (Rally Catalunya).

    Von links: meine Wenigkeit, Daniele, Gustavo, Cornell, Freddy.

    Wir sind dann alle ziemlich platt von der Anreise schnell in die Pofe.

    2. Tag

    Nach Empfang des Mietwagens (siehe unten), ging es dann gleich am nächsten Morgen zur Recce auf die erste der beiden Schleifen, um mal zu sehen, was sich so in den letzten 2 Jahren geändert hat. 1 Prüfung ist exakt gleich, 2 gänzlich neue sind dabei, allerdings auch eher kurze WP`s und etwas offener „gesteckt“.

    Alles ist doppelt zu fahren, ergibt also in der Summe 16 WP`s bei ca. 160 WP-km. Gesamtlänge 580 km.

    Wir sind noch die ganze Transportetappe vom Regrouping vom Badeort Palamos nach Girona zurück gefahren, da wir auch abschätzen wollten, wo wir unterwegs tanken können, falls irgendein Remote-Service mal nicht klappen sollte. In den kleineren Orten ist das Risiko, sich zu verfahren, recht groß, die Spanier haben offensichtlich alle Arten von Kreisverkehren erfunden und gebaut. Unsere Kollegen Freddy und Cornell haben sich dann auch an einem dieser Verkehrsbauwerke verfahren.

    Es wurde auch deutlich, dass durch den Regen bzw. die nassen Verhältnisse die wenigen Cuts doch sehr tief waren bzw. werden sollten. Es war bereits bei der Recce hier und dort recht seifig.

    Dann haben wir den Servicepark bezogen und alles vorbereitet für den darauffolgenden Tag, Service-Aufbau und Besprechung der Betankungspunkte mit unserem Service, vor allen Dingen brauchen wir unterwegs Benzin (von dem guten FIA-Sprit. PANTA).

    Abends Essen im Hotel und dem Cornell Nachhilfe in Sachen Aufschrieb gegeben, quasi eine Schnelleinweisung.

    3. Tag

    Nach dem Frühstück auf zum Serviceplatz und von da an auf der vorgegebenen Transportetappe zu den 3 Königsprüfungen Osor, Collsaplana und Cladells. Alle Prüfungen wurden fast unverändert angeboten, außer die ca. 3 km Abfahrt bei der Collsaplana, die nun links runter ging in den Ort Saint Hilari. An diesem Ort gab es zwei unterschiedliche Servicepunkte. Diese beiden Punkte haben wir natürlich auch in Augenschein genommen. Die Anfahrt dahin, das Platzangebot und die Ausfahrt, damit es keine Probleme gibt, unter Zeitdruck wieder auf die vorgegebene Route zurückzukommen.

    Apropos Service: wir wurden betreut von der Firma URBI-Sport, die einen Rallyeservice in Spanien vornehmlich, aber auch anderswo anbietet und hier speziell für Porsche eine sehr gute Adresse ist. Die Jungs haben uns und 3 weitere Teams (u.a., auch Freddy und Cornell) mit 7 Leuten super betreut, die technische Abnahme gemacht, kleinere Reparaturen vorgenommen und uns und das Einsatzgerät bestens versorgt. Hauptaufgabe waren naturgemäß das Tanken (der Porsche ist sehr durstig) und Räderwechsel, dazu noch später mehr. Die dafür notwendigen Zeiten waren aus unserer Sicht ausreichend bemessen.

    Die o.g. Prüfungen waren in einem guten Zustand und wurden 3 x besichtigt, da wir ja schon vor 2 Jahren hier waren. Um bei den Leuten zu sein, muss man so viel wie möglich über die WP`s fahren. Da es keine Abfahrtkarte gab bzw. es keine Beschränkungen hier gibt, sind wir so oft wie möglich über die WP`s rüber gefahren.

    Zurück im Servicepark war dieser bereits sehr gut gefüllt, trotz insgesamt 187 Teilnehmern (FIA, Span. Meisterschaft, Catalunische Meisterschaft Histo Rallye, Gleichmäßigkeitsfahrer und Legend Teilnehmer), ist das Platzangebot aber mehr als ausreichend gewesen.

    Dann haben wir uns zum Abschluss mit unserem Service zum Briefing getroffen. Wer macht was wo und wie organisieren wir den Remote-Service, wo muss getankt werden, welche Reifen für welche Prüfungen, etc.

    Das muss man auch mal erlebt haben, wenn Spanier, Franzosen, Schweizer und Deutsche sich in allen Tonlagen und durcheinander unterhalten und Hinweise, Anmerkungen etc. pp geben.

    Am Abend mußten wir noch zu einem Showstart mitten in die Stadt, in der auch über Nacht der Parc Ferme angeordnet war, was eine recht langwierige Angelegenheit war, obwohl die spanischen Fans doch mächtig Stimmung machten.

    Überhaupt die Fans: man muß sie einfach loben, trotzt wirklich bescheidenem Wetter und kaum richtiger Zuschauerpunkte, waren diese zahlreich, auch in der verwinkelsten Bereichen anzutreffen. Ich glaub so häufig wie bei dieser Rallye bin ich noch nie fotografiert bzw. gefilmt worden.

    Da wir am nächsten Morgen erst um 09:46 starten mussten, konnten wir es im Hotelrestaurant bzw. an der Bar noch etwas ausklingen lassen.

    4. Tag

    Es geht los, die Rallye läuft. Wir mit der Start Nr. 49 recht weit hinten im Feld der FIA EHRC, das sollte sich aber noch ändern. Die äußeren Bedingungen: leichter bis mäßiger Regen setzte ein und wir wechselten kurzentschlossen 15 min vor Service Out Zeit doch auf Regenreifen (W7 von Pirelli). Dann gab es unmittelbar vor der ZK Service Out das GPS und ein Rallye Tracking System ins Auto, so langsam wurde es eng in dem nicht gerade großen Cockpit.

    Das Tracking arbeitete übrigens von Anfang an nicht, Irgendwo lief es mal und dann wieder nicht. Es gab eine ziemliche unübersichtliche Bedienungsanleitung auf dem Server des Veranstalters und Dani sagte: ja nichts anlangen! Es lief eigentlich die ganze Rallye nicht, selbst die Funkuhr ging eine Stunde vor. Zum Schluss erfuhren wir, das das Ganze ein Versuch war.

    Service Out – WP 1 gute 7 km Transportetappe bis zum „Helm Auf“- Zeichen.

    Leichter Regen, knapp 10 Grad beim Start (oben waren es vielleicht 5 Grad), Danis Lenkradakrobatik und die W7 Pirellis ergaben im Ziel vorläufig Platz 11 Gesamt und bester Porsche. So konnte es natürlich weiter gehen. Zur WP: wir waren von meiner Warte aus nie am Limit und hatten gleich mal ein Zeichen gesetzt.

    Unser vermeintlicher Konkurrent aus Österreich, das Ehepaar Putz, 5 sek hinter uns.

    Dann sehr kurze Verbindung zur WP 2 Santa Pellaia: vom Fahren her ähnliches gutes Gefühl, wiederum 11. Gesamt, Team Putz gibt uns 7 sek.

    Dann zum Remote Tanken, der Porsche säuft. Wir brauchen also permanent Nachschub, natürlich von dem Guten, also Rennsprit. Der Veranstalter hat den Teilnehmern PANTA Racing Fuel als homologierten Sprit angeboten, der Liter in Spanien zu 3.30 €. Vor einem Jahr hätte man gesagt, teuer. Bei den heutigen Spritpreisen gar nicht mehr so teuer. Wird übrigens auch in Deutschland angeboten (Team Gropp).

    Dann folgte eine sehr lange Verbindung zur kürzesten WP der Veranstaltung der WP 3/6 La Ganga, etwas über 7 km lang, mit einigen eher längeren Geradeaus-Abschnitten zwischen den hier typischen Kurvenkombinationen.

    Unsere Zeit: 5.19.9 , 3 sek. langsamer als unser direkter Konkurrent.

    Damit waren wir nach den ersten 3 WPs 11. Gesamt und zweitbester Porsche im Feld. Wir waren erstmal sehr zufrieden.

    Nach 15 km Transportetappe ging es ins erste Regrouping direkt am Meer, in dem Badeort Palomas, auf einen Kaffee und einen Salat.

    Nach über 1 h Regroupingzeit dann knapp 40 km (hauptsächlich Autobahn / Schnellstraße) zum ersten regulären Service in Girona. Es trocknete nun zusehend ab, unser Spion (ein Kumpel von Gustavo) der auf der WP Els Angels zum Zuschauen war, meldete weitgehend trockene Bedingungen und wir entschieden uns auf Pirelli D7 vorne und auf D5 hinten zu wechseln.

    Das war leider nicht die erste Wahl. Wir haben kontinuierlich auf unseren Klassen- und Markenkollegen aus Österreich verloren. Kein richtiger Grip, viel Querstehen und die Linien in den Kurven nicht richtig getroffen. Auch Luftdruck reduzieren half nicht wirklich.

    WP 4: 17 sek verloren
    WP 5: 35 sek. verloren
    WP 6: nochmal 12 bekommen.

    Damit nach dem Ende des ersten Tages 17. Gesamt, 5. In der Klasse D4, über eine Minute zurück in der Porsche-Wertung. Da ging noch mehr, sagten wir uns.

    Zwischenzeitlich haben sich unsere Freunde Freddy und Cornell im wunderschönen Alfa verfahren, haben die Legendwertung für den ersten Tag abgebrochen und sind vorzeitig zum Service zurückgekommen.

    (Als der Alfa noch hübsch war. Anm. der Redaktion)

    Für uns hieß es nun, am nächsten Tag auf die richtigen Reifen zu setzen. Wettermäßig war zunächst trockene Verhältnisse vorhergesagt. Es kam aber anders.

    5. Tag

    Aufwachen und rausschauen war eines, ziemlich dichte Bewölkung mit in Wolken gehüllten Bergen rundum und leichter Nieselregen. Also wieder W7 Verhältnisse. Das war gut für uns, dachten wir bei Frühstücks-Kaffee.

    WP 7 Osor: 10. Zeit und 1 sek abgeknabbert
    WP 8 Collsaplana: 10. Zeit und 8 sek. aufgeholt

    Auf der Königsprüfung Collsaplana dann heftiger Regen und Temperaturen auf der Passhöhe von vielleicht 3 Grad, sehr diesig/neblig, Dani arbeite/kurbelt und dampft und unserer Ventilator läuft auch auf Hochtouren, schwierige Verhältnisse. Durch zwei Gucklöcher in der Frontscheibe hatten wir alles im Griff, die W 7 arbeiteten und der Mann am Lenkrad auch. Zeit gut gemacht. Anerkennende Blicke der Konkurrenten, langsam nahm man uns ernst.

    Auf den ersten beiden Prüfungen also jeweils auf den Austria Porsche aufgeholt, aber auch andere TL überholt. Ganz vorne tobten die M3 und der Lucky im Delta Integrale bzw. Zippo im Quattro ihren Privat-Fight.

    Remote Service lief wie gewohnt routiniert, sehr gute Arbeit von den Jungs. Dann kam die WP Cladells, und der Beifahrer war mal kurz aus dem Aufschrieb gekommen.

    Dani nahm kaum das Gas weg und nur 4 Sekunden verloren.

    Dann nahm das Unheil seinen Lauf.

    Regrouping: Angenehme gute Location am Rande einer großen Sportanlage, man konnte sich aufwärmen (der 911 hat keine Heizung), einen Espresso schlürfen und für die Damenwelt gab es gute saubere WC, statt Dixis wie auf dem Serviceplatz.

    Regrouping Out Zeitkontrolle: Vor uns 2 Porsche . Ein 911RSR aus Belgien und ein sehr schöner 914/6 aus Frankreich, unsere Vorgabe: Stempeln um 15:52. Der 914/6 logischerweise um 15:51 und der rote RSR müsste also 15:50 haben.

    Soweit die Theorie: ich wundere mich, was macht der RSR so lange an der Stempeluhr? 15:50 läuft durch, er wartet und wartet und gibt seine Bordkarte in der laufenden 51 raus. Vor uns der 914/6, nun ist guter Rat teuer. Ich mich wieder losgeschnallt und schon auf dem Sprung zum Zeitnehmertisch, der 914 zieht vor und stempelt wohl grad noch richtig und dann wir ich warte bis auf meiner Funkuhr die Minute auf 52 umspringt, gebe meine Karte ab und dachte gar nicht mehr groß nach und erhalte klar eine 52 dachte ich. Also alles klar.

    Wir diskutieren die komische Situation noch und ich schaue nochmal auf den Eintrag und da steht eine 15.51 also eine Minute zur früh für uns. Das darf doch wahr sein. Unser Plan: bei der nächsten Zeitkontrolle reklamieren. Die Beifahrerin aus dem 914 zeigte mir ihren Eintrag, da steht auch 15:51 und der RSR Mann zeigt mir seine Eintrag, da steht wieder 15:51. Also sind 3 Fahrzeuge mit der Ausfahrtzeit 15:51 eingetragen worden, wie geht das? Ja klar menschliches Versagen und ich hätte unmittelbar kontrollieren sollen (saublöd, mein Fehler), aber das Problem sollte doch bei der Auswertung der 3 Bordkarten, zu kontrollieren und ggf. zu korrigieren sein.

    Beim Service In und beim Service Out nochmal reklamiert, freundliche Entgegennahme des Einspruches und das Versprechen seitens der Offiziellen, man werde das mit dem Zeitobmann klären. Es wurden von allen Bordkarten Fotos gemacht und der Fall notiert.

    Die zweite Schleife lief unter ähnlichen Bedingungen, nur waren durch das Cutten tatsächlich viele Kurven schlammig.

    Auf der 10 fuhren wir die 11. Zeit (ohne die Zeitstrafe, die noch folgte) und wähnten uns zwischenzeitlich sicher in den Top Ten 10 der Gesamtwertung.

    Luft nach hinten war wenig und zum Porschekonkurrenten wuchs die Erkenntnis, das wir die Eheleute Putz aus eigener Kraft nicht mehr holen können. Die Ungewissheit, ob des Stempelfehlers blieb natürlich. Erstmal egal: Konzentration für die letzten 2 WPs.

    Auf der 11 keine Fehler und wieder etwas Zeit gut gemacht gefahren, nebenbei die 8. Gesamtzeit.

    Die WP Collsaplana war beim zweiten Durchgang deutlich langsamer. Ein etwas bedrohlicher Rutscher bei verhältnismäßig langsamer Geschwindigkeit auf der Collsaplana endete im Graben, der uns aber glücklicherweise irgendwie auffing. Kein Anschlagen oder Aufsetzen, Felge und Reifen blieben unbeschädigt. An der gleichen Stelle flog auch „Lucky“ mit dem Integrale ab und verlor einige Zeit.

    Erkenntnis für uns: Position sichern und die WP Cladells würdevoll beenden, ohne aus dem Schrieb zu kommen. Ergebnis: Soll erfüllt, wir waren zufrieden.

    Die Eheleute Putz waren hier noch mal fast 36 sek. schneller, Chapeau!

    Damit haben sie ganz klar verdient die Porschewertung gewonnen und wurden letztlich 2. in der D4 hinter Zippo in seinem Quattro, der nach ein paar Problemen in der WP1 wohl dezent am Dampfrad gedreht hat. Auch schön zu sehen und zu hören auf den vielen You Tube Videos, die es zur diesjährigen Costa Brava gibt.

    Was blieb am Ende: Rückfahrt zum Podium

    Solider Gesamt 11. mit der Zeitstrafe, ohne Strafe wäre es ein sehr guter 8. Platz in der Gesamtwertung gewesen. Den 3. Klassenplatz in der Klasse D 4 behielten wir aber so oder so.

    Im Ziel haben wir dann leider erfahren, dass unsere Alfa-Freunde Freddy und Cornell einen Unfall nach Aufhängungsdefekt hatten. Ärgerlich, aber sonst ohne Blessuren für die beiden ausgegangen.

    (Und ich sach noch: mach den Alfa nich kaputt. Anm. der Redaktion)

    Die untere Aufhängung der Schubstrebe ist rausgebrochen!

    Wir haben dann im Ziel nochmal einen Anlauf bei der Rallyeleitung gemacht, aber das Ergebnis wurde nicht mehr korrigiert. Am nächsten Morgen sind wir dennoch zur Siegerehrung gefahren, die in einem recht kleinen Hotelsaal stattfand. Am beeindrucksten für mich, die Garde der alten Rallyefahrer, da waren schon bestimmt einige dabei, mit einem Alter von 70 +.

    An der Spitze „Lucky“ sehr adrett im Anzug und Krawatte. Zum Ende wurde es mit Maske doch etwas ungemütlich und stickig in dem kleinen Raum der Siegerehrung, so dass wir nach dem Aufruf der Sieger der D4 (es wurden nur die beiden Besten geehrt) es vorzogen, uns auf den langen Heimweg zu machen.

    Um 20:45 waren wir wieder am Abstellort meines Autos in Bern-Grauholz und um viertel nach 12 bin ich dann in mein Bett geschlichen.

    Es war ein Mega-Event und eine Mega-Erfahrung für einen Hobbysportler wie mich, bei einem solchen Ereignis dabei zu sein.

    Vielen Dank der Schweizer Garde und vor allen Dingen natürlich meinem Piloten, Daniele.

    Dank auch an die, die uns zu Hause die Daumen drückten, allen voran meine Frau und mein Bruder, der uns immer aktuell mit den gefahrenen Zeiten versorgte.

    Wiederholung: nicht ausgeschlossen

    Nur eines der vielen Videos dieser fantastischen Veranstaltung

    Kategorien: Costa Brava, Gastbeitrag, Porsche | 2 Kommentare »

    2 Kommentare zu “Rallye Costa Brava 2022”

    1. Administrator schreibt:
      5. 04. 2022 um 13:50

      Hab beim Editieren richtig Lust bekommen, das wäre wirklich mal ne gute Nummer.
      Danke, Detlef, wir sehen uns am Wochenende.

    2. Thomas Burghammer schreibt:
      26. 04. 2022 um 9:47

      Ja, Detlef ein super langer Bericht war diesmal eine Reise Wert, mit einem Top Ergebnis.
      Wir sehen uns Mitte des Jahres wenn es wieder im HRC mit dem Escort um Punkte und Plätze geht.

    Kommentare