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    Rallye Monte Carlo Historique – Teil 5 – Drôme Vercors

    Von Administrator | 21. 02. 2022

    Tripy funktioniert, Lüfter laufen, Elektronik programmiert, auf zu den nächsten 4 WPs, diesmal wieder in die Drôme und ins Vercors.

    Nach den ersten 8 Prüfungen lagen wir auf Gesamtplatz 22, alles eng beieinander, 4 anspruchsvolle Prüfungen inklusive Col de l’Echarasson, der richtige Zeitpunkt zum Angriff. Durch das Regrouping (ab jetzt wird nach der Reihenfolge im Gesamtergebnis gefahren) waren wir recht früh am Start.

    Schöne Anfahrt zu den ersten 3 Prüfungen (9-11), durch den fehlenden Schnee am Ende keine wirklich kritisch.

    Mittagspause und Zeitkontrolle in Laragne, es gibt die lokale Spezialität Dinkelsuppe.

    Wenn kein Schnee da ist, muß man halt Schotter und Dreck in die Kurven schaufeln, damit es etwas unterhaltsamer wird. Überholen VOR oder IN der Kehre bedarf allerdings guter Fahrzeugbeherrschung. Der Hillman IMP hat gewonnen (ab 5:45). Direkt danach zeigt Christian, wie man sowas fährt.

    Es lief ganz gut, wir haben uns nach der WP11 auf Platz 18 vorgearbeitet.

    Nach der WP11 ging es die phantastische Auffahrt zum Col de Rousset hinauf, durch den Tunnel auf etwa 1.300 Höhenmetern. Und als wir da raus kamen, war alles weiß. Im Vercors hatte es tatsächlich den ganzen Vormittag geschneit, der Echarasson hatte vorher schon ne Menge Schnee im Wald, daher war klar, daß die WP12 die entscheidende Prüfung des Tages werden sollte. Selbst der Eisspion durfte vorher nicht die WP abfahren, erst als die ersten Rallyeteilnehmer ankamen, wurde die Strecke geöffnet. Das war am Ende nicht gerade die beste Idee des ACM.

    Beim Start in La Cime du Mas stand bereits das Schild, welches den Schnitt auf knapp unter 45km/h reduzierte, die breite Straße ins Skigebiet um den Col der Carri war weiß und rutschig. Ich mußte Christian immer wieder etwas einbremsen, ihm war das zunächst noch zu langsam. Dann ging es über die D76 auf den Waldweg Richtung Col de l’Echarasson.

    Ab hier war jetzt plötzlich Rallye Monte Carlo. Tiefer Schnee, eine ausgefahrene Spur, darüber 20cm weicher Neuschnee. Jetzt von der Spur abkommen und Du setzt auf der weichen Schneedecke auf, sackst ein, die Räder finden keinen Halt und drehen durch.

    Die ersten Porsche erwischte es sofort.

    15 Minuten später kamen wir, 500m in den Schnee, dann eine enge Linkskurve, ein wenig aus der Spur rutschen, zwei, drei Abfangversuche und wir steckten fest. Durchdrehende Räder. Der R5 eine Minute später wollte links vorbei und blieb dann auch stecken, damit war der Waldweg dicht.

    Klappspaten raus und schaufeln, da niemand in der Nähe war. Dann kamen nach und nach die anderen Autos und es waren mehr und mehr Leute da. Es ging aber nicht wirklich voran.

    Einer der Franzosen hinter uns sagte (nicht ganz ohne Eigennutz, denn auch für ihn wurde das ja jetzt teuer): „Hört auf hier rumzugraben, laß uns lieber noch etwas warten, dann stehen hier soviele Autos und sie müssen die Prüfung annulieren.“ War der richtige Ansatz, aber trotzdem versuchten alle, die Autos freizukriegen. Nach fast 15 Minuten war dann erst der R5 frei, etwas später dann auch wir.

    Ab 3:33 ist alles dokumentiert:

    Bei Ankunft an der Zeitkontrolle in St-Jean-en-Royans hörte ich schon aus dem Lautsprecher „… special annullée …“ und die bösen Blicke der Konkurrenten uns gegenüber erhellten sich ein wenig, die Prüfung wurde ersatzlos gestrichen.

    Wir fahren recht früh wieder zurück in Valence, Platz 18 gesamt, nach wie vor alles noch sehr dicht beisammen.

    Zeit für ein Bier, um den Blutdruck wieder zu senken.

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