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    Coppa 2019 – die Pfeilspitze und das Streichresultat

    Von Administrator | 24. 04. 2019

    Es ist April, Coppa-Zeit. Nach dem sehr erfolgreichen Debut mit Olli im letzten Jahr reisten wir hochmotiviert zum Projekt Titelverteidigung nach Maastricht an.

    Die üblichen Verdächtigen und einige neue Teilnehmer sind im Hotel und auf dem Parkplatz davor schnell ausgemacht, es wird diskutiert und die „neuen“ Autos werden gründlich inspiziert.

    Wie in den letzten Jahren ist auch die „Coppa GT“ vertreten, die Teilnehmer kommen mit immer stärkeren Autos. Corvette Z06, TVR Chimaera und Shelby Mustangs waren in den letzten Jahren auch schon dabei, aber einen Huracan habe ich hier noch nie gesehen.

    Entgegen der Warnungen hatten einige Teilnehmer ihre Autos nicht auf dem bewachten Parkplatz des Hotels abgestellt und noch während des Abendessens war ein 911er verschwunden. Die Gegend um Maastricht ist bekannt für diese Art der Ersatzteilbeschaffung, daher engagiert die Coppa-Crew seit Jahren die Rund-um-die-Uhr-Bewachung und weist alle Teilnehmer ausdrücklich darauf hin, diesen Service zu nutzen. Dbd,dhkP.

    Um 7 Uhr ging es am Donnerstag Morgen los, die erste Etappe hatte es wirklich in sich. Der erste Buchstabe stand schon auf dem Hotelparkplatz, wer den Chinesen auf dem (vorgeschriebenen) längsten Weg abfuhr, hatte ihn, wer das nicht tat, hatte ihn nicht, manche sahen ihn schon beim Frühstück aus dem Hotelfenster – ich schreib jetzt nicht, wo wir langgefahren sind … und daß ich normalerweise nicht frühstücke.

    Nach 50 Metern hatten wir also schon die ersten 50 Punkte auf dem Konto, wußten es aber bis zur Mittagspause nicht. Und irgendwie war das symptomatisch für die ganze Rallye dieses Jahr: immer wieder mal flutschten mir Renés Schlitzohrigkeiten durch die Finger. Nur einmal war ich etwas schlauer als die Meisten, da kamen wir (soweit ich weiß) als Einzigste zu einem Stempel. Bei der Siegerehrung mußte ich mir dann auch einige bissige Kommentare von René gefallen lassen – c’est la vie.

    Anyway, die Strecken dieses Jahr waren extrem gut, Coppa wie vor 13 Jahren. Durch die Eifel, den Hunsrück, auf alten Wertungsprüfungen der Rallye Vorderpfalz durch die Wälder, die Routes Forrestières in Lothringen – Coppa back to the roots.

    Und wieder mit alten Karten, die mit den aktuellen Straßen oft nicht viel zu tun hatten, daher galt es immer, auf den genauen Verlauf zu achten und in Kurven evtuelle alte Wege auszufahren, dort waren die Buchstaben (vulgo: Baumaffen) platziert. Meistens hat es geklappt, manchmal nicht. Olli ist am letzten Tag in jede Ackerfurche rechts und links vom Weg gefahren, ohne daß ich irgendetwas sagen konnte. Irgendwo konnte ja noch was sein – und meistens hatte er das richtige Gefühl – ich zu häufig nicht. Über 500 Punkte mehr als der Sieger sprechen da eine deutliche Sprache!

    Aber da war dann auch die ominöse Pfeilspitze. Hier der Ausschnitt aus der Karte:

    Und hier die detaillierte Luftaufnahme von Pfeil 2:

    Man mußte also, vom Pfeil „1 Su“ rechts unten kommend, geradeaus auf die D35 fahren und eigentlich nach rechts abbiegen, um zum nächsten Ziel zu gelangen. Nun war aber auf dem letzten, etwa 5m langen Stück die Durchfahrt gesperrt, rotes rundes Schild mit weißem Querstrich. Da darf man nicht durch. Was haben also ALLE gemacht?

    Richtig – rechts abbiegen, auf den Parallelweg und 50 Meter weiter rechts auf die D35 zum nächsten Punkt.

    Das war aber leider die falsche Entscheidung. Die Pfeilspitze berührt die D35. Laut Coppa Reglement Anhang 5c gilt: „Pfeile sind über die gesamte Länge (vom Beginn bis zum Pfeilpunkt) in die zu fahrende Strecke zu integrieren und müssen so präzise als möglich gefahren werden.“

    Daher hätte man nach dem rechten Schlenker nach links auf die D35 abbiegen müssen, um die Pfeilspitze noch mitzunehmen. Das führte zu einem etwa 3 km langen Umweg nach Rahling und den Bogen von Pfeil „1 Su“, auf dem natürlich auch noch ein Buchstabe stand, um anschließend, wieder von Süden kommend, die D35 auf dem geplanten Weg nach Norden weiter zu fahren.

    Eigentlich nicht so schwierig, aber dummerweise war das alles in einer Gleichmäßigkeitsprüfung. Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon über 15 km im 49,9er Schnitt gefahren, in nicht allzuferner Zukunft sollte also die Meßstelle kommen. Keiner, aber wirklich keiner der Teilnehmer hat in diesem Moment daran gedacht, anzuhalten, zu überlegen, die Strecke neu zu planen und sich dann für den Abzweig nach links zu entscheiden. ALLE sind rechts abgebogen.

    Auch das wäre nicht so schlimm gewesen, ein Equalizer sozusagen. Jede Sekunde Abweichung von der Idealzeit gibt 1 Strafpunkt, das Maximum sind 150 Punkte.

    Bei der Coppa gilt aber auch, daß die schlechteste der (diesmal 15) GLPs gestrichen wird, jeder hat also EIN Streichresultat für die gesamte Rallye. Und dieser Freischuß war mit dieser Prüfung für ALLE verballert. De Facto hatte also niemand mehr einen „echten“ Streicher.

    René hatte in diesem Blog im Vorfeld angkündigt, daß es dieses Jahr wieder richtig heftig werden würde. Er hat Wort gehalten. Und alle sind mindestens einmal auf irgendeine Schlitzohrigkeit reingefallen. Ein ähnliches Spiel, diesmal aber nicht in der GLP, war am nächsten Tag wieder drin. Und ich Depp hab es nicht gemerkt, weil ich an der Diskussion am Abend vorher nicht zugehört habe, sondern mit Stefan Redel einem wilden Schotten auf den Zahn gefühlt habe. Sorry Olli.

    Und dann war da noch der 3er. Die Sauerstoffüberversorgung von Eisenteilen an der Auspuffhalterung kann fatale Folgen für das Fahrgefühl haben, wenn als Resultat das Endrohr über den Asphalt oder den Waldboden rumpelt. Dem deutschen Erfindergeist sind allerdings selten Grenzen gesetzt und so kamen Fahrer und Beifahrer zu einer sagen wir mal unkonventionellen Improvisation.

    Offensichtlich bestand noch Optimierungsbedarf aufgrund kokelnder Goldlöckchen, am nächsten Tag wurde Evolutionsstufe zwei gezündet.

    Das coolste Auto der diesjährigen Coppa war für mich der Scimitar SE4 aus der Schweiz, allerdings bin ich da ein wenig vorbelastet.

    Ähnlich lässig der Datsun und der Manta.

    Das beste Nummernschild hatte der 944 aus Monza.

    Rolf konnte ebenfalls sein gutes Vorjahresergebnis nicht wiederholen, obwohl er nach dem ersten Tag ganz vorne mit dabei war. Am Ende kackt die Ente.

    Wir haben zumindest ein gutes Bild hinterlassen:

    Am Ziel in Luxemburg dann die Groupies:

    Und zum Schluß die verdienten Sieger, Paul Zweers und Rogier Simon. Schlappe 39 Punkte (nicht mal ein Buchstabe!) vor Wolfgang Heinz und Marc Stoll. Chapeau, die Herren!

    Alle Ergebnisse HIER.

    2020 ist der Zielort Dresden, vorher geht es noch durch die Tschechische Rpublik und Polen. Heimspiel! Neuer Versuch!

    Kategorien: Coppa d´Europa | 2 Kommentare »

    2 Kommentare zu “Coppa 2019 – die Pfeilspitze und das Streichresultat”

    1. René Smeets schreibt:
      6. 05. 2019 um 12:10

      Superstory, Jens; Danke! Pfeilwitz auf eine GLP mit wenig Zeit um nach zu denken! Deshalb so gemacht, aber ich hätte gehoft das wenigstens EIN Teilnehmer es richtig getan hat. Was mich weiter aufgefallen ist, ist das eine Selbststempelkontrolle mit Wendeauftrag durch mehr Sportklasse- wie Superklasseteilnehmer gefunden ist……

    2. René Smeets schreibt:
      6. 05. 2019 um 18:14

      Oh ja und noch etwas was mich aufgefallen ist während die Veranstaltung: Laut Reglement können in durch die Organisation auf die Karten angebrachte Kreisen keine Kontrollen hingestellt sein. Meistens weil die Karte da heut zu Tage nicht mehr stimmt mit die Wirklichkeit und wir da die Anwohner nicht stören und ärgern möchten. Trotzdem hab ich persönlich an verschiedenen solche Stellen gesehen das Teilnehmer da hin und her gefahren sind um Kontrollen zu suchen und den eingezeichneten Kreisgrund total negiert wird. Immer schade das Reglementen nicht oder sehr schlecht gelesen werden, aber darum werden solche Leute auch nie Gesamtsieger……!

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