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    Die Nacht der langen Messer – oder: einer ist kein Japaner

    Von Administrator | 03. 04. 2019

    Finale!

    Wie jedes Jahr geht es in der Nacht auf den Col de Turini – und anschließend noch irgendwo anders hin.

    Im Gegensatz zum letzten Jahr lag die allerletzte WP nicht weit weg, so daß mit einer relativ frühen Ankunft im Hafen gerechnet werden konnte. Tatsächlich waren nur viereinhalb statt der gewohnten sechs Stunden zu fahren.

    Start im 30-Sekunden-Takt, für uns etwa um viertel vor neun. Zeit, sich vorher noch ein paar Autos anzuschauen, z.B. einen Wolga von 1962:

    Das serienmäßige sequentielle Getriebe eines 79er Golf GTI:

    Porsche mit leichten Kampfspuren, Vespas, Stratos und Alpine

    Und dann geht es los:

    Zunächst knappe 40 km zum Col de Braus und von dort auf die ZR14 35 km über den Turini bis nach La Bollène Vesubie. Bis zur ersten Kehre sind es 800 m, wir hatten uns 15 bis 20 Sekunden Vorzeit ausgerechnet, da wir die Zeit auf den engen und verschneiten Kehren und dunklen Waldwegen auf den ersten 5 Kilometern wieder verlieren würden, vermutlich noch etwas mehr.

    Uwe läßt es also richtig krachen und dann kommt ein wirklich heißer Ritt durch den Wald und die engen Kehren der steilen Wand hinter dem Col de l’Orme hoch. Über Peira Cava geht es die verschneite und extrem glatte Straße bis zum Col de Turini auf gut 1.600 Höhenmeter. Wir hatten zwei völlig bekloppte Deppen vor uns. Zuerst einen extrem nervigen Triumph aus dem langsamen Schnitt (wo der überhaupt jetzt schon herkam?), der uns partout nicht vorbeilassen wollte, bis Uwe ihm mal gezeigt hat, wie man auf Schnee in einer Kehre innen überholt. Und dann einen von diesen rotzlöffeligen Kaspern, die meinen, mit ihrem 3er BMW quer driftend und schleudernd den Rallyeleuten mal zeigen zu müssen, wie toll sie ihr Auto beherrschen.

    Selbst ansonsten ruhigen Vertretern wie mir kommt der Wunsch nach eine Captain James T. Kirk’schen Phaserkanone in den Sinn.

    Anyway, kurz vorm Turini war der Zipfel weg, wir hatten unseren Rückstand längst aufgeholt und plötzlich war der irrlichternde Triumph wieder da. Wo kommt der Depp den schon wieder her? Und dann will er uns auch noch überholen – in der Abfahrt vom Turini Richtung La Bollène. Uwe macht sich breit und läßt ihn nicht vorbei, irgendwann gibt er auf und laßt sich wieder weit zurückfallen. Saupreiß, schottischer.

    Spaß hat diese ZR wirklich gemacht, Bestzeitfahren in einer Gleichmäßigkeitsrallye – was will man mehr.

    2.200 Punkte sind der 57. Platz dieser Prüfung, nicht wirklich gut, aber viele waren viel schlechter. Die Richters im Wartburg fahren fast 4.000 Punkte ein, die engen Kehren und steilen Anstiege fordern ihren Zweitakttribut. Karsten und Klaus holen auch knapp 2.000 Punkte, verlieren dadurch zwei Plätze und sind 21. Wir stehen jetzt auf 73, haben also 18 Positionen gut gemacht. Jüntgen/Müller sind noch auf 14, Brunsi schon auf 27, die Richters fallen von 6 auf 29 zurück.

    Wie man das Ding ganz ruhig mit 730 Punkten weit nach vorne fährt, zeigen die Vorjahreszweiten Delaportas/Moustakas aus Griechenland in einem Golf GTI hier:

    Start der letzten ZR nur ein paar Kilometer weiter, ein kurzer Stop beim Service, dann ging es von Lantosque an Loda vorbei und über den Col Saint Roch gute 20 km bis nach Lucéram. Noch einmal richtig kurbeln, richtig heizen, Bestzeitrallye fahren. Wir sammeln trotzdem nochmal 570 Punkte ein (Delaportas gewinnt das Ding mit 120!), die Alpine ist bergab einfach ein übles Biest. Am Ende geht es noch ein Füßchen nach vorne, Platz 72. Das war unsere Monte 2019.

    Jüntgen/Müller werden bestes HRRT Team auf Platz 15, Karsten und Klaus enden auf 20, der Falcon schiebt sich auf 26 vor, die Richters knapp dahinter.

    Insgesamt sind 318 Teams gestartet, 247 kommen in Monaco an, 61 sind aus den verschiedensten Gründen ausgefallen.

    Aber jetzt kommt die Party im Hafen, jeder, der angekommen ist, freut sich mit jedem anderen. Es gibt Whisky, die berühmt-berüchtigte Haubenparty – und irgendwo ist einer kein Japaner.

    Zum Day after und der Siegerehrung sowie einem allgemeinen rant gibt es demnächst noch ein Special, jetzt muß ich erstmal die Coppa fahren.

    Demnächst mehr in diesem Theater.

    Kategorien: Monte Carlo, Rallye Monte Carlo | Keine Kommentare »

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