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    Rallye Monte Carlo Historique 2019 – vierter Tag

    Von Administrator | 31. 03. 2019

    Die Startreihenfolge ist ab jetzt nach den Ergebnissen nach ZR3 sortiert, wir sind im hohen Schnitt auf Platz 34. Daraus folgt die Startzeit 7:03 Uhr. Um halb sechs Aufstehen, mit dem Service zum Stadion fahren (kein wirkliches Vertrauen in die Navettes), die Alpine warm laufen lassen, anstellen und dann geht es los.

    Zunächst geht es, wie immer, gute 60 km über den knapp 1.100m hohen Col de Limouches, wieder hinein in den Schnee. Die glatten und teilweise ungeräumten Serpentinen sind ein hervorragendes Training für die kommenden ZRs, ebenso wie die Fahrt durch das tolle Tal hinter Leoncel, da, wo wir im letzten Jahr die querenden Schafe hatten.

    Jetzt wartet der Col de l’Echarasson auf uns!

    Die gut 18 Kilometer ZR7 vom Col Gaudissart bis La Cime du Mas sind bekannt für die selektiven Ergebnisse, wer bei der Monte etwas reißen will, muß hier gut durchkommen – dann geht was.

    Keine andere Prüfung hatten wir so sorgfältig vorbereitet (mehrfach im Video abgefahren und dreimal den Schrieb korrigiert) wie diese. Alles voller Schnee, das wird ein Heidenspaß heute. Wir sind recht weit vorne in der Startreihenfolge, keine Trottel vor uns, die Spikes sind neu, die Elektronik funktioniert einwandfrei, alles perfekt vorbereitet.

    „Fünf, vier, drei, zwei, eins, Start“ und los gehts. Nach 200m die erste 90 Grad rechts, gefolgt von einer Kehre links, dann knapp eine Kilometer geradeaus und man ist gut im Schnitt. Dachten wir. Direkt nach der Kehre rutschen wir blöd rechts in den Schnee, Mist, da kostet mindestens 20 Sekunden, Rückwärtsgang rein und wieder raus. Der Motor dreht hoch, die Räder auch, aber das Auto bewegt sich keinen Millimeter. Das gibts doch nicht! Nach 250 Metern !! Die Alpine kommt kein Stückchen vom Fleck.

    Wir sind willkommenes Opfer für die vielen Fotographen und Youtuber. Nachdem sie ausreichend Fotos gemacht haben, springen ein paar Menschen hinzu und versuchen, uns wieder auf die Strecke zu bringen. Das klappt aber noch nicht so richtig. Inzwischen kommt von hinten der nächste Starter an, wir haben also schon eine ganze Minute verloren.

    Die Menschen bringen sich kurz in Sicherheit, die A110 brettert an uns vorbei und dann geht die Rettungsaktion weiter. Sie zerren und schieben und irgendwann sind wir wieder frei.

    Das kann man alles ab 4:59 min hier sehen:

    90 Sekunden Rückstand sind auf diesem Stück aber unmöglich wieder aufzuholen, wir sammeln also auf jeder Messung richtig dick Punkte. Am Ende sind es 8.070, mehr als bei allen anderen Prüfungen zusammen. Aber immerhin ging es uns noch besser als anderen, die 2 oder 3 km später abflogen, keine helfenden Hände in der Nähe, stattdessen Klappspaten raus und eine halbe Stunde Arbeit. Die Belohnung dafür sind dann 20.000 Punkte. Die gab es 18 mal, es erwischte diesmal sogar ehemalige Monte-Sieger.

    Man kann uns gut erkennen, wir sind die mit dem Schnee auf der Haube:

    Mit diesem Ergebnis (241. in der ZR7) sind wir auf Platz 124 zurückgefallen, den Plan, unter die ersten 30 zu fahren, können wir damit an den Nagel hängen. Im Gegensatz zur Karsten und Klaus, die gut durchkommen und insgesamt schon auf 36 vorgefahren sind. Die Besten aus dem HRRT Team sind zu diesem Zeitpunkt die Richters in ihrem Wartburg 311 auf Gesamtplatz 7, Chapeau die Herren.

    Offensichtlich ist die ZR7 im Laufe des Vormittags besser geworden, die ersten Zehn kommen sämtlich aus dem mittleren und niedrigem Schnitt, die 20.000er bis auf eine Ausnahme aus dem hohen.

    Es folgt eine längere Verbindungsetappe mit viel Verkehr und damit verbundenem Zeitverlust über Grenoble bis zum Col d’Arzelier. Dort startet die ZR8 über St. Andéol und den Col de l’Allimas. Auch hier sind wir letztes Jahr schon gefahren, wiederum viel Schnee und glatt, aber die knapp 30 km laufen ganz gut, wir kommen auf Platz 104 nach vorne, Karsten und Klaus noch besser schon auf 26, die Richters auf 6.

    Wir landen am Ende 4 Minuten zu spät bei der Zeitkontrolle am Gare de Clelles (sehr viele Teams hatten noch viel mehr), wo es heißt, daß mit der ZR9 über den Col de Menée die insgesamt vierte Prüfung der 2019er Monte ausfällt. Auch hier liegt zuviel Schnee.

    Stattdessen gibt es eine herrliche Umleitung über den Col de Grimone und durch die Schlucht Ruisseau des Gas.

    Es folgt die ZR10 mit den letzten 25km von Vassieux nach Bouvante le bas. Mitten durch ein Skigebiet mit vielen parkenden Autos, wiederum gut Schnee und eine seeehr lange Abfahrt. Allgemein nur wenig Punkte, in dieser ZR waren wir sogar besser als der spätere Sieger. Eine letzte Zeitkontrolle in Saint Jean en Royans und dann geht es zurück nach Valence – was für ein Tag.

    Abends erfuhren wir, daß alle Zeitstrafen für das zu späte Ankommen an der ZK in Clelles gestrichen wurden, eine Entscheidung, die ich nicht für richtig halte, da es auch zum Rallyefahren gehört, seine Verbindungsetappen gut zu planen, besonders wenn die Zeit knapp wird. Beifahrerarbeit. Aber viele haben trotz Verkehrs unterwegs noch die eine oder andere Pause gemacht, Service beansprucht u.v.m. Diejenigen, die sich beeilt haben und die Zeitkontrolle, wenn auch nur knapp, geschafft und sich Pinkelpausen und Service verkniffen haben, waren am Ende die Dummen. Irgendwie kam mir die Rallyeleitung in manchen Dingen dieses Jahr etwas zu unentschlossen vor. Das war 2018 anders.

    Am Ende des Tages lagen wir mit 10.410 Punkten auf Platz 100, Karsten und Klaus schon auf 24 – die beiden waren voll im Plan.

    Kategorien: Allgemeines, Monte Carlo, Rallye Monte Carlo | Keine Kommentare »

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