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    Monte Carlo Historique 2019 – Erster und Zweiter Tag

    Von Administrator | 23. 03. 2019

    Der zweite Teil des Berichtes hat leider etwas länger gedauert, inzwischen scheint draußen schon wieder die Sonne und es wird Frühling.

    Aber ich mußte zuerst unseren Artikel für die April-Ausgabe von CURBS schreiben, ab dem 18.4. im gut sortierten Bahnhofszeitschriften- und -buchhandel.

    Das war der Werbeblock, jetzt geht es weiter mit der Monte:

    Nach dem Start in Bad Homburg ging es über die Autobahn durch das Saarland und Lothringen nach Langres im Süden des Départements Champagne-Ardenne. Dieses Teilstück nutzten wieder einige Teams zum Trailern, d.h. sie packten ihr Rallyeauto auf den Hänger und zogen es bis kurz vor die Zeitkontrolle in Frankreich. Fahrer und Beifahrer können schlafen, der Service erledigt die Fahrt. Fairness sieht anders aus, jeder bescheißt wo und wie er kann.

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    Die 458 Kilometer hatten wir dann auch schnell in knapp 5 Stunden hinter uns gebracht und waren um halb 8 im Hotel, schnell eine Kleinigkeit essen und dann für 3 Stunden ins Bett.

    Never forget the six Ps: Proper Preflight Planning Prevents Poor Performance!

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    Hier trafen dann die Starter aus Glasgow und Reims ein und die Truppe wuchs auf etwa 140 Autos. Dementsprechend voll wurde es auf dem kleinen Platz, wo mitten in der Nacht eine ganze Menge Leute zuschauten und sich am Feuer wärmten. Dazu auch noch die Service-Fahrzeuge. Unserer wartete schon auf uns.

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    Um 1:35 Uhr ging es dann durch die Zeitkontrolle und über zwei Durchfahrtskontrollen in Dole und Lons le Saunier insgesamt 292 Kilometer nach Bourgoin Jallieu, wo wir noch vor 6 Uhr eintrafen. Diese Nachtfahrt war voller Nebel und schon etwas engeren Straßen. Kaffee um 6 in der Bäckerei mit frischesten Croissants und Pain au chocolat, die zwei rumänischen Escort-Teams schliefen quer auf den Stühlen in der Ecke, andere im Auto.

    Kurz nach 8 ging es weiter nach Buis les Baronnies (ca. 4h Fahrt, seltsame Skulpturen auf diversen Kreisverkehren) und dort gab es dann etwas später das offizielle GPS System des ACM ins Auto, die erste ZR folgte eine halbe Stunde später.

    Montauban sur L’Ouveze bis Saint André de Rosans, gute 49 km. Natürlich mit Spikes.

    Der erste Streckenfunk der Reims-Starter (anderthalb Stunden vor uns) über die HRRT-WhatsApp-Gruppe sagte Schnee ab etwa Kilometer 8 bis über den Col de Perty voraus. Als wir starteten, begann der Schnee bereits schon bei Kilometer vier und es wurde richtig rutschig. Das war gleich der knackige Einstieg in die diesjährige Monte, der Schnee begleitete uns ab jetzt bis zur letzten ZR.

    Die früher Gestarteten hatten auf dieser ZR echte Vorteile, es schneite den ganzen Tag und die Bedingungen wurden immer schlechter. Später hatten die frühen Startnummern durchaus auch die schlechteren Bedingungen, über die gesamte Rallye gleicht sich das aber fast immer aus. 1.460 Punkte und Rang 63 waren das Ergebnis, Michel Badosa mit seinem Renault 8 war hier schon der Beste mit 220 Punkten und deutlichem Vorsprung vor allen anderen, Hut ab. Das blieb tatsächlich bis zum Schluß so.

    Die 22,6 km der ZR2 waren vergleichsweise eine Spazierfahrt, kein Schnee, kein Eis, 60 Punkte, alles easy. Mit 1.520 Punkten waren wir 56. Das lag alles noch im Plan.

    Es kommt nicht darauf an, jede ZR zu gewinnen oder ganz weit vorne zu sein (obwohl das natürlich der perfekte Weg wäre), aber wenn man keine dicken Böcke schießt, keiner sich vor einem querstellt und den Weg blockiert, man nicht selber abfliegt und etwas Glück hat, dann kommt man mit jeder halbwegs gut gefahrenen Prüfung automatisch immer weiter nach vorne. Wenn …

    Nach der ZR2 ging es zur vorletzten Zeitkontrolle nach Crest, normalerweise ein kurzer Stop, der Service checkt das Auto, die Spikes kommen wieder runter, durch die ZK und dann ab nach Valence auf den Champs du Mars.

    Aber nicht dieses Jahr, denn es gibt ja die Gelbwesten. Und die hatten sich diesen Samsatg ausgesucht, um die Innenstadt von Valence lahm zu legen, 10.000 Protestierende, einige Tausend Polizisten und eine hermetisch abgeriegelte Stadt ohne Zufahrtsmöglichkeit.

    Der ACM entschied bereits ein paar Tage vorher, den Parc Fermé und das Rallyzentrum außerhalb der Stadt anzulegen, also ging es ins lokale Rugbystadion, ein paar Kilometer außerhalb des Rings. Aber auch das sollte erst später bezogen werden können, in Crest gab es demnach 2 Stunden zusätzlichen Zwangsaufenthalt. Etwas, was nicht jeder nach teilweise 28 Stunden Fahrt einsah, aber nicht zu ändern war.

    Die Teilnehmer sind sauer auf den ACM, der ACM ist sauer auf die Gelbwesten, die Gelbwesten sind sauer auf … irgendwie alles. Und wir sitzen in einer völlig überfüllten und überheizten Bar und trinken ein kühles Bier. Wer alte Autos fährt, muß improvisieren können.

    Irgendwann kommen wir dann Abends am Stadion an, es gibt den üblichen Verwaltungskram, etwas Gutes zu Essen und zu Trinken, nur das mit den Shuttles zu den Hotels in die Stadt funktioniert erst gar nicht. Aber dann kam Uwe mit seiner sehr überzeugenden schwäbischen Art und die Dame des ACM verstand, daß sie uns jetzt einen Bus besorgen mußte.

    Um halb zwölf waren wir im Hotel in der Stadt, noch eine Flasche Wein und dann endlich ins Bett.

    Kategorien: Monte Carlo, Rallye Monte Carlo | Keine Kommentare »

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