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    DCS 2014 – an den eigenen Ansprüchen gescheitert?

    Von Administrator | 19. 09. 2014

    Stefan meint, daß die Deutsche Classic Serie ihren selbstgesetzten Ansprüchen nicht genügt und sieht sich als Beifahrer völlig deplatziert. Eine Meinung, die ich teilen kann, obwohl ich es dieses Jahr wieder nicht geschafft habe, an einer der Rallyes teilzunehmen (mea culpa). Daher steht mir auch kein Kommentar zu, hier der offene Brief von Stefan Redel an die Gemeinde:

    Hallo DCS Team, Teilnehmer und Freunde des historischen Motorsports,

    DCS Logo da sich die DCS ja ihrem „spannenden Finale“ nähert, habe ich mir mal ein paar Gedanken über die fast gelaufene Saison gemacht.

    „Der Mix aus reinen Lichtschranken-Rallyes und Classic-Veranstaltungen mit zusätzlichen Orientierungsaufgaben und geheimen Gleichmäßigkeitsprüfungen hat sich bewährt.“

    So wird es uns auf der Homepage versprochen, schauen wir mal was davon übrig geblieben ist. Erstmal eine kleine Statistik (LS = Lichtschranke, GM = Gleichmäßigkeit, Ori = Orientierungsaufgaben):

    Langenburg: 23 LS, 1 GM, 2 (leichte) Oris
    Metz: 158 LS
    Württemberg: 62 LS
    SaarLorLux: 31 LS, nur „Experten“: 2 GM, (anspruchsvolle) Ori
    Bayerwald: 143 LS
    Rheinland: 39 LS, nur „Experten“: 2 GM, (anspruchsvolle) Ori

    Damit hätten wir bei 6 Veranstaltungen 456 bekannte Lichtschranken im Gegensatz zu genau EINER, ich wiederhole EINER, geheimen Zeitnahme, wenn man SLL und IRC in der Klasse Sport nennt fallen nämlich auch noch die vier anderen Schnittprüfungen sowie die beiden Oris raus.

    Wo bleibt hier der Drittel-Mix? Bei derartigen Aufgabenstellungen geht es nicht um das Team im Auto, hier wird nur der beste Lichtschrankenfahrer gesucht. Schade.

    An dieser Stelle frage ich mich, wofür man da überhaupt noch einen Beifahrer braucht? Im Zeitalter von Bora und Alpha Trip ist auch das bedienen der Stoppuhr obsolet geworden. Also bleibt nur noch umblättern im Bordbuch übrig.

    Aber auch dafür gibt es Abhilfe.

    Ergo -> Blattwender plus Rallyecomputer und der Beifahrer ist Geschichte.

    Daher sehe ich auch die extra Beifahrerwertung in der DCS sehr kritisch, und, wie auch den Beifahrer selbst dieses Jahr, als überflüssig an.

    Deshalb bitte ich darum, mich aus der diesjährigen Beifahrerwertung des DCS zu streichen.

    Liegt da die Zukunft unseres Hobbys? Wollen wir als Teilnehmer nur noch Lichtschranken und davon immer mehr? Braucht man Beifahrer überhaupt noch?

    Fahrerisch ist mir die Herausforderung völlig klar und Hut ab vor den Fahrern die konstant kleine Zeiten fahren, aber soll das schon alles gewesen sein?

    Ich hoffe hier vielleicht ein paar Teilnehmer, Veranstalter und Organisatoren von Cups zum Nachdenken anzuregen. Ich erwarte keine Wunder wie Orientierungsaufgaben bei der Metz? Aber es ist schade das eben jene Veranstaltungen, bei denen früher Ori und Schnitt gefragt waren, jetzt auch nur noch reine Lichtschranken-Veranstaltungen sind.

    Da mir kein Internet-Forum für unser Hobby bekannt ist, die meisten aber sicherlich den Blog von Jens Jansen kennen, habe ich Jens gefragt ob er diese Email bei sich einstellen kann, und so eine Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion bietet.

    Für Kritik, Anregungen, Diskussion und um eure Meinung dazu zu hören stehe ich euch bei Jens im Blog zur Verfügung.

    Hierbei handelt es sich selbstverständlich nur um meine persönliche, äußerst subjektive, Meinung.

    mit motorsportlichen Grüßen

    Stefan Redel

    Kategorien: Gastbeitrag, Langenburg, Saar Lor Lux, Zukunft | 16 Kommentare »

    16 Kommentare zu “DCS 2014 – an den eigenen Ansprüchen gescheitert?”

    1. Albrecht schreibt:
      20. 09. 2014 um 17:50

      Lieber Stefan, liebe Rallyegemeinde,

      der Wunsch insbesondere unerfahrene Teilnehmer glücklich zu machen, führt wohl zu den vielen Lichtschranken-Rallyes. Bei einer solchen Rallye kann man die Strecke genauestens ausschildern, ohne Einfluß auf die Wertung. So hat man keine Teilnehmer, die sich verfahren und deshalb glückliche Anfänger.

      Dennoch wendet sich Stefan zu Recht gegen öde Rallyeaufgaben, die den Beifahrer überflüssig machen. Im Rallyeauto sitzt immer ein Team und deshalb sollten Fahrer und Beifahrer ihre Herausforderungen finden. Was die Roadbooks betrifft, gehe ich noch einen Schritt weiter: Chinesenzeichen sind präzise und genau aus diesem Grund finde ich sie traurig. Es ist wie bei einem Fußballspiel ohne Gegenspieler – jeder Ball geht ins Tor – langweilig! Zur Erinnerung: Fast alle klassischen Rallyes wurden nach Landkarten gefahren.

      Bei mir haben die Simpelaufgaben dazu geführt, daß ich kaum noch in Deutschland Rallye fahre. Die Rallye Monte Carlo Historique und LeJog kennen keine Chinesenzeichen. Die Lichtschranken bei LeJog stehen am Ende der Bestzeitprüfungen auf für anderen Verkehr gesperrten Strecken. Gleichmäßgkeits- und Zeitprüfungen die nach Karte gefahren werden, entscheiden die Rallye. Die Salz und Öl in Salzburg bietet wohl den Drittelmix, den sich Stefan wünscht. Hier gibt zwar Chinesen, aber auch reichlich Karten, in denen der Beifahrer seine Qualitäten zeigen kann.

      Was tun? Wir sollten ein paar Veranstalter ansprechen und einen suchen der bereit ist, eine anspruchsvolle Rallye in Deutschland zu organisieren. Wer kennt wen?

      Gruß, Albrecht

    2. Karsten schreibt:
      22. 09. 2014 um 11:08

      Lieber Stefan,

      Du sprichst mir aus dem Herzen! Doppelten Dank für die Initiierung der Diskussion und die Vitalisierung des Rallye-Blogs von Jens.

      Wer gerne mit analogen Uhren (erfolgreich) mit Schnittfahren unterwegs sein möchte, muß seit einiger Zeit z.B. nach Österreich ausweichen: Die Alpenfahrt letztes Wochenende hatte ca. 50 geheime Wertungen, also tolles Schnittfahren satt. Allerdings fehlt die anspruchsvolle Ori bei unseren Nachbarn. Die Salz & Öl ist da recht alleine (siehe Kommentar von Albrecht).

      Der Trend geht wohl zum Spezialistentum:
      a. elektronische Sollzeiten, siehe besonders auch Italien – da kann im Prinzip jeder mitfahren, deshalb funktioniert es,
      b. budgetschonende Oris ohne viel Zeitnahme und von kurzer Dauer, geht auch noch für eine größere Zielgruppe, funktioniert auch wirtschaftlich,
      c. Schnittfahren mit GPS-Auswertung, ohne Kartenaufgaben, reduziert sich auf einige wenige Veranstaltungen wie Ennstal, Südsteiermark, Alpenfahrt.

      Der Drittel-Mix ist also gegen den Trend und wie Du richtig feststellst nur noch bei einigen großen Veranstaltungen zu finden. Wenn sich 50 Teilnehmer interessiert zeigen und Ihre Unterstützung garantieren würden, fände sich bestimmt ein Veranstalter für eine deutsche Le Jog – darauf würde ich darauf wetten und hätte auch ein paar Kandidaten im Kopf (wie etwa die Herren Schott, Heinz etc.). Sonst mach wir es, oder?

      Besten Gruß, Karsten

    3. karsten schreibt:
      22. 09. 2014 um 11:17

      Nachsatz: die Suedwest Classic von Pit Lindner kommt dem Ideal auch ziemlich nah, neben der Salz und Öl …

    4. Magnus schreibt:
      22. 09. 2014 um 20:33

      eigentlich wollte ich erst Ende November die Hosen runterlassen,
      aber das Thema kommt mir gerade recht…

      ich Kreise seit letzter Woche über einem Konzept,
      was diesen Ideen recht nahe kommt…

      eine Freitags bis Sonntagsveranstaltung im Oktober 2015,
      Streckenlänge mehr als 500 km durch Westfalen,
      Freitagabend „Nachtetappe“
      Samstag „Landetappe & Bergetappe“,
      Fahren nach Karte mit 45er Schnitt ohne Lupenaufgaben,
      Je Etappe sind 3 Sollzeitprüfungen, 2 Gleichmäßigkeiten,
      1 Test und 1 SelbstStart-SelbstZiel-Prüfung geplant…
      kurze Pausen, keine Stadtdurchfahrten, kein Klimbim unterwegs, aber gutes Hotel und bessere Verpflegung…

      dabei möchte ich die Vorteile aus den alten RheinlandClassics und Coppa d’Europas u.ä. vereinen…

      Grüße Magnus

    5. Albrecht schreibt:
      24. 09. 2014 um 10:43

      … bitte noch einen Anteil aus der alten Boxenstop 500 dazu.

      Gruß, Albrecht

    6. Administrator schreibt:
      28. 09. 2014 um 8:22

      Hall Magnus,

      was für ein glorreiche Idee, egal was passiert, ich bin dabei. Gute Jahreszeit, perfekter Mix.

      Wir hatten ja vor Jahren schon mal Ähnliches mit der Taunus Trophy, heute ist die SüdWest vergleichbar; eine Kombination aus allen Komponenten (und die Orianteile trotzdem ausreichend komplex) ist doch unter dem Strich das, was Abwechslung und Spannung garantiert.

      Tests als Auflockerung und Salz in der Suppe.

      Damit wird man heute zwar nicht mehr richtig große Starterfelder hinkriegen, das haben die Rückzüge bekannter Veranstalter in den letzten Jahren gezeigt, aber es gibt in Mitteleuropa ausreichend Teams, die für eine wirtschaftliche Auslastung garantieren können.

      Und nach Westfalen kann man auch die Holländer und Belgier locken, hört sich gut an.

      jj

    7. Hannegrit und Sarah schreibt:
      29. 09. 2014 um 18:54

      Lieber Stefan,
      liebe Rallye-Kollegen,

      nun möchten wir uns auch zu Wort melden und blicken auf die Saison 2014 zurück:
      Als Beifahrer sage ich: Klasse Saison, freue mich auf nächstes Jahr!! Aber warum?!
      Nachdem ich mir die Rallye-Aufstellung des DCS-Cups am Anfang des Jahres angeschaut habe, war für mich recht schnell klar: Dieses Jahr nicht!
      Eine Lichtschrankenveranstaltung reihte sich an die nächste; so entschied ich, die Veranstaltungen zu fahren, die ich wollte; und nicht die, die mir ein Cup vorgibt zu fahren um „dabei“ zu sein.
      „Dabei“ sein hier im wahrsten Sinne des Wortes, denn ein Beifahrer ist, wie Stefan richtig erkannt hat, bei vielen Veranstaltungen nettes Beiwerk im Auto. Mit Hilfe der zahlreichen elektronischen Hilfsmitteln, die es heutzutage auf dem Markt gibt, ist es dem Fahrer durchaus möglich, Rallyes alleine zu fahren. Beispiele dafür gibt es ja auch schon…
      Aber ist das Sinn und Zweck des Rallyefahrens? Wo bleibt der Teamsport?
      Normalerweise wären wir die ersten, die sagen: Elektronik aus dem Auto, dann hat der Beifahrer auch wieder etwas zu tun; doch selbst als Sanduhr-Team sind so manche reine Lichtschrankenveranstaltungen nicht nur einseitig sondern regelrecht langweilig. Außerdem dürfen wir uns die Kritik bei dir, Stefan, nicht erlauben; als einer der Top-Beifahrer Deutschlands könnte man dir die Elektronik wegnehmen und du wärst immer noch vorne dabei…

      Kurzum: Stefan, wir teilen deine Meinung! Aber was kann man dagegen tun??

      Gute Veranstaltungen gibt es genug! Darüber müssen wir hier nicht diskutieren, zumal Stefan wohl am besten weiß, welche Veranstaltungen den heiß ersehnten Drittel-Mix gewährleisten.
      Für uns gibt es zwei Lösungsansätze:

      1. Von Anfang an keinen Drittel-Mix versprechen! Ein reiner Lichtschranken-Cup wird sicherlich angenommen und die Fahrer und Beifahrer wissen von Anfang an, worauf sie sich einlassen.

      2. Es gibt aber offensichtlich auch eine große Nachfrage nach einem Drittel-Mix bei Veranstaltungen. Also warum berücksichtigt man dann nicht die Wünsche dieser Teams? Vorschläge gibt es sicher genug.

      Der ADAC Süd West Classic Pokal ist in diesem Jahr doch mit gutem Beispiel vorangegangen: der Drittel-Mix war gewährleistet. Leider musste man sehr viele Veranstaltungen fahren um gewertet zu werden…

    8. Magnus schreibt:
      29. 09. 2014 um 19:05

      wie gesagt, ich habe konkrete und ernsthafte Pläne…

      und bin gerne bereit Eure Lieblingsbordbücher einzuflechten…

      wenn ich die Gelegenheit bekomme,
      JJs Rallye Blog als Platform zur Verkündigung des Planungsfortschritts nutzen zu dürfen,
      eine eigene website soll aber auch kommen,
      würde ich mich sehr freuen…

      desweiteren brauche ich email Adressen
      für info-mails an entsprechende Delinquenten…

      bzgl. der wirtschaftlichen Auslastung ist eine reine Unkostendeckung ausreichend…
      das werde ich transparent gestalten…

      potente Sponsoren sind jederzeit willkommen,
      Bargeld, Naturalien etc…
      wer also zufällig eine befreundete Brauerei,
      Kellerei, Konditorei, überflüssiges Taschengeld etc. greifbar hat,
      da bin ich sehr aufgeschlossen…

      Grüsse Magnus

    9. Administrator schreibt:
      5. 10. 2014 um 22:46

      Hallo Magnus,

      unterstützenswerte Idee, natürlich kannst Du meinen Blog nutzen, bis Deine Webseite fertig ist und natürlich werden wir alle trommeln und auch kommen.

      jj

    10. Stefan R. schreibt:
      15. 10. 2014 um 19:47

      Hallo Freunde,
      erstmal Danke an Jens, dass er uns diese Möglichkeit bietet zum Austausch, und Danke an alle die hier geantwortet, mir eine Email geschrieben, oder mich angerufen haben.

      Für die Statistik:
      Käthchen Classic:
      46Ls, 2 einfache Ori´s

      Ich habe mir etwas Zeit gelassen um eine Antwort von offizieller Seite abzuwarten, aber das Thema wird wohl totgeschwiegen.
      Es gab nur 3 kurze Kommentare dazu:
      „Dich aus der Wertung zu löschen ist Blödsinn! Ausserdem gibts den Löschenknopf in meinem Programm nicht.“
      „Wir sollten uns mal unter vier Augen unterhalten.“ Dazu kam es aber nicht.
      Den dritten Kommentar per Telefon werd ich hier nicht veröffentlichen.

      Damit wäre dann der Sturm im Wasserglas vorbei.
      Mein persönliches Resume: Viel Zuspruch, vor allem aus Ecken aus denen ich es nicht erwartet hätte ( Sanduhr Fahrer ), ein paar interessante Diskussionen mit anderen Teilnehmern, und dem Ergbenis: “ Dass man ja sowieso nichts ändern kann.“
      „Die Leute wollen halt alle nur noch Lichtschranke, Beifahrer wie du sind ne aussterbende Rasse.“

      Man könnte Rallyes als Beispiel wählen die mit ihrem hohen Ori Anteil trotzdem ordentlich Starter zusammen kriegen.
      Man könnte auf die Emails, Telefonate, persönlichen Gespräche der letzten Wochen verweisen.
      Man könnte jetzt dagegen halten, dass es auf belgischen oder niederländischen Veranstaltungen quasi überhaupt keine Lichtschranken gibt und die Starterfelder voller als bei manch deutschen „Lichtschrankenrallyes“ sind.
      Man könnte diesen Blog hier als Beispiel anführen.

      Und am Ende interessiert es doch keinen. Rein rechnerisch machen wohl alle, die meine Email angesprochen hat, nur einen verschwindend kleinen Bruchteil aus.

      Zur DCS:
      Meine Hoffnungen/Befürchtungen für nächstes Jahr: Man nimmt die Kritik ernst und an, und ändert etwas an den teilnhemenden Veranstaltungen, bringt wieder mehr DrittelMix rein und macht es anspruchvoller.
      Oder man schießt mit Kanonen auf Spatzen, übertreibt das ganze mit zu „speziellen“ Veranstaltungen, und vergrault die noch verbliebenen Teilnehmer ( die jetzt nur Lichtschranken gewöhnt sind ).
      Eine Meisterschaft als „Bundesliga“ zu bezeichnen, mit Drittelmix zu werben, und dann nur Lichtschranken zu haben, war meiner Meinung nach der falsche Ansatz.

      Zum Beifahrer Dilemma im allgemeinen: Ich persönlich habe mich dieses Jahr zu oft gefragt was ich hier überhaupt mache, kam mir ziemlich nutzlos im Auto vor, und hab mich über die Veranstaltungen geärgert.
      Seien es Aufgaben die es 30sek vorm Start gibt um die Elektroniker auszubremsen. Was soll der Blödsinn? Wofür gibts dann überhaupt Elektronik und Sanduhrwertung? Ausser der Kopfrechenleistung unter Druck wird da nichts geprüft ( und ja ich hab die Prüfung gewachst, konnte eben nicht schnell genug rechnen ).
      An anderer Stelle gab es Zeitnahmen die Stunden gebraucht haben um für ein paar Teilnehmer ein paar Zeiten zu würfeln. Das würfeln steht hier mit Absicht, weil “ plausibel “ ( O-Ton Veranstalter ) war das Ergebnis nicht.
      Auch eine Sanduhrklasse die 10% Zeitgutschrift bekommt finde ich grenzwertig wenn in jedem zweiten Auto, Navi, IPhone und Ipad, mit entsprechenden Timer Apps, am Fenster kleben. Da hab ich tatsächlich in der Ausschreibung nachgeschaut ob wir nicht auch zufällig in die „Sanduhrklasse“ reinfallen.
      Startuhren mit Abweichungen von Sekunden, und keine vernünftigen Angaben vom Veranstalter welche Zeit denn nun maßgeblich ist. Laut Ausschreibung wohl das DCF77 Zeitsignal, laut Aushang wohl eher die Startuhr. Wenn dann noch der Starter abends erzählt, dass der Zeitnehmer seine Uhr manuell mit der Startuhr abgeglichen hat, da frag ich mich wieso wir auf hunderstel Genuagikeit fahren sollen.
      Zeitnehmer die ihre Lichtschranken nicht aufgebaut haben, und daher schätzen wann der Teilnehmer die nicht vorhandene Lichtschranke passiert. 3,80sekunden gibts dafür auf dem Aushnag, Plausibilitätscheck würd ich mal sagen.

      Um nicht alles schwarz zu malen, ich hatte auch ein paar gute Veranstaltungen erlebt, auch mit reinen Lichtschranken, ziemlich vielen davon um genau zu sein. Da war alles knackig aufgebaut, da musste man genau aufpassen wo man abbiegt, und man durfte sich nicht von der offensichtlich, im Dreieck, stehenden Lichtschranke locken lassen. Dazu eine Auswertung die auch den Namen verdient, alles reibungslos, schnell, und die Zeiten so wie wir sie im Auto auch gefühlt haben.
      Auch bei einer Ori habe ich nachts um halb Vier eine Überlappung übersehen und fälschlicherweise beim Fahrtleiter selbst gestempelt. Weil das noch nicht genug der Fehler waren, wurde die Überlappung nachgeholt, abermals falsch gestempelt, und festgestellt, dass es eine zweite, identische, Überlappung gab. Beim dritten Mal stempeln, diesmal richtig, wurde der Fahrtleiter mit einem großen Lachen im Gesicht lauthals verflucht. Und es hat richtig Spaß gemacht!

      Ist es wirklich umständlicher eine geheime Schnittprüfung zu machen? Die Chinesen sind die gleichen, die Zeitnehmer müssen keine gelben und roten Schilder aufstellen, die Auswertung ist auch dieselbe. Einzig und allein die Lichtschranke muss an exakt vermessener Stelle stehen, wo es bei einer Sollzeit egal ist ob sie 5m vorn oder hinten steht, muss sie bei einer geheimen Messung exakt stehen.
      Natürlich die Orientierung ist aufwendiger, Aufgaben erstellen, stumme Wächter aufstellen, Bordkarten auswerten. Zudem ist sie auch Fehler anfälliger wenn unerfahrene Fahrtleiter sich dran versuchen, aber man kann ja klein anfangen, und ein erfahrener Ori Beifahrer/Veranstalter als Hilfe wird sich mit Sicherheit finden.
      Auch die „Eichstrecke“ scheint für viele Veranstalter immer noch ein Rätsel darzustellen, man macht halt eine, aber wofür die wirklich gut ist, versteht man selbst nicht. Wer sich jetzt angesprochen fühlt darf sich gerne bei mir melden, ich leiste dann Aufklärungsarbeit.
      Eine perfekte Veranstaltung die allen gefällt wird es wohl niemals geben. Sollte Magnus sein Vorhaben aber verwirklichen, so komm ich gern als Teilnehmer, oder stehe ihm bei der Organisation gern zur Seite.

      Mein Fazit, es wird Zeit aufzuhören.

      Gruß Stefan R.

    11. Administrator schreibt:
      17. 10. 2014 um 18:07

      Hallo Stefan,

      Du wirst Dir das mit dem Aufhören-Wollen sicherlich gut überlegt haben, aber dann denk auch mal an die anderen. Mit wem soll ich denn bitteschön die Aufgaben kontrovers (oder manchmal sogar identisch) und intensiv diskutieren?

      Die von Dir in Deinem langen Kommentar (mehr Text als bei vielen meiner Posts) angesprochenen Probleme sind nicht neu, die gab es immer schon (macht es nicht besser) und die Ausreden der Organisation heben ebenfalls nicht gerade die Stimmung.

      Daher ist es einfach sinnvoll, sich auf die Veranstaltungen zu konzentrieren, bei denen so etwas eben nicht passiert. Ich war (und bin immer noch) ein großer Anhänger einer Serie, bei der am Ende des Jahres der Beste gekürt wird. Dabei sollte ein möglichst interessanter Mix geboten werden, damit für jeden was dabei ist. Es gab die Classic Masters, es gab mal unseren Versuch 2009 und 2010 mit dem CRC, aber am Ende scheitert alles wieder, weil man in einer Serie abhängig ist von den Veranstaltern der Rallyes.

      Und für die qualitätsvollen Veranstaltungen gab es halt immer weniger Teilnehmer, so daß nach und nach die Serien verschwanden. Und wenn die DCS versucht, dieses wieder aufleben zu lassen, halte ich es für sehr ehrenwert. Wenn allerdings dem Anspruch nicht Genüge getan wird, dann hilft es auch nix und es macht keinen Sinn, daran teilzunehmen.

      Konsequenz: die wenigen Rosinen aus dem großen Kuchen rauspicken und ohne Serie gegen die/mit den anderen fahren, die genauso denken.

      Heute kam der Coppa Newsletter und ich denke, die haben genau verstanden, was der Punkt ist.

      Zitat:

      „Uns ist klar geworden, daß unseren Teilnehmern, als sie unsere, für die meisten neue Systeme (mehr oder weniger) gut beherrschten, der Reiz des Neuen verloren gegangen ist …“
      „Bei der nächsten Coppa wird es, besonders für diese Starter, ein starfferes Zeitschema geben, mit knapp zu schaffenden Zeitkontrollen, eine noch größere Vielfalt an schnell wechselnden, teils neu zu bewältigenden Kartenlesesystemen und Tests geben“

      Also, es gibt Licht am Ende des Tunnels. Und mit Magnus hätten wir dann schon 2 Rallyes, die wir nächstes Jahr gegeneinander fahren werden.

      jj

    12. Stefan R. schreibt:
      19. 10. 2014 um 9:07

      Hallo Jens,

      einen interessanten Teil aus dem Coppa Newsletter hast du leider vergessen, für mich das Ausschlußkriterium.

      Zitat: „So wie es aussieht, werden wir im kommenden Jahr mit unserer Coppa d´Europa den ersten Wertungslauf zur renommierten DCS anbieten.

      Besonders für Freunde der gehobenen Orientierung eine echte Chance, schon frühzeitig massenhaft Punkte einzufahren!“
      mit Kanonen auf Spatzen
      q.e.d.

      Gruß Stefan

    13. Rudolf Dittmann, Wegberg schreibt:
      19. 10. 2014 um 11:43

      Hallo Jens, hallo Rallyefreunde,

      im Zusammenhang mit Stefans oben stehenden Ausführungen und einiger Korrespondenz, möchte ich hier ein Schreiben an Stefan veröffentlichen, welches sich aus meiner Sicht (als (Mit)veranstalter der Coppa d´Europa und
      Limburgia Trophaeum) mit diesen Themen beschäftigt.
      Ich denke, es sind grundsätzlich konstruktive Lösungsansätze gefragt, sonst geht diese Richtung historischer Rallyesport „den Bach hinunter“!

      Lieber Stefan,

      habe Deine Kritiken und Dein Rundschreiben, welches vor einiger Zeit verschickt wurde, sowie die Sachen, die in Jens seinem Rallye Blog aufgeführt worden sind, sehr interessiert verfolgt. Natürlich habe ich (auch darüber) in der letzten Zeit mit sehr vielen Leuten aus der Szene intensiv gesprochen.

      Bei einer ganze Menge Anmerkungen und Anregungen muss ich Dir vorbehaltlos zustimmen.

      Du hast eine Sache aber nicht verstanden: Als wir vor rd. 10 Jahren als erster Veranstalter (niederländisch-deutsch) mit den in den Niederlanden üblichen Kartenlesesystemen „auf dem Markt“ kamen, waren diese Systeme für die meisten der deutschen Teilnehmer unbekannt. Es bedurfte mehrerer Jahre, bis diese Leute es dann konnten und wie es nun mal so ist: wenn man etwas locker beherrscht, ist es nicht mehr so spannend und interessant (Du schreibst langweilig).
      Wenn Du Dich mit der Szene (aus Veranstaltersicht) näher beschäftigt hättest, wüssest Du, dass in Deutschland nur eine relativ geringe Zahl Teilnehmer willens und auch könnens ist, diese Art, die wir von Anfang an angeboten haben, zu fahren.
      So bleiben hier im Land nur die Lichtschrankenveranstaltungen übrig, die auf vernünftige (= wirtschaftlich machbare) Teilnehmerzahlen kommen.

      Jeder soll gerne versuchen, solche Rallyes, wie Du sie gerne hättest zu machen. Aber, nach Deiner Korrespondenz wird mir nicht klar, was Du gerne hättest?! Bislang fällt mir keine deutsche Veranstaltung ein, die Deinen Ansprüchen (ein Veranstalter, mit dem ich in der letzten Woche genau über diese Dinge redete, nannte Dich Größenwahnsinnig. Dem würde ich nicht zustimmen, dazu war unser Verhältnis immer zu gut!) auch nur im Geringsten entspricht.
      Was bleibt dann noch für Dich übrig, wenn Du auch kein Freund der (vielleicht zu) vielen Lichtschrankenveranstaltungen bist? Aufhören? Vielleicht selber eine „Idealrallye“ machen? Glaube mir lieber Stefan, auch dann werden einige sagen, „was ist das nur für eine Scheißrallye“…..! Es ist halt schwer, es jedem recht zu machen.

      Am Rande. Auf Jens seiner Seite erwähnt Magnus (Korff), dass er geplant hat, eine solche Veranstaltung ins Leben zu rufen. Wir wünschen Magnus dabei viel Erfolg, aber……ist er sich bewusst, was das für eine Arbeit ist; was für ein Vorwissen man haben muss; wieviele kompetente Personen man im Organisationsteam benötigt….und dann müssen auch noch Teilnehmer kommen….und…..und……und !

      Wir werden mit Sicherheit unsere zukünftigen Rallyes überdenken. Uns ist auch klar, dass man nach gut 10 nicht unerfolgreichen Jahren, das eine oder andere modifizieren muss. Die Zeit bleibt auch in unserem Sport nicht stehen. Wie schon im Newsletter erwähnt, ändern sich die Interessen (besonders der jungen Leute) weg von unserem Hobby.

      Mein Apell: Sich besser mal am runden Tisch (Veranstalter, Teilnehmer) treffen, über die Probleme reden und versuchen, eine gute Lösung für alle zu finden!

      Schöne Grüße
      Rudolf

    14. Stefan R. schreibt:
      19. 10. 2014 um 14:14

      Hallo Rudolf,

      erstmal vielen Dank für deine Antwort, auch dass du sie hier öffentlich machst verdient meinen größten Respekt.
      Du bist damit der erste und einzige Veranstalter der mir persönlich antwortet und sich der von mir geäußerten Kritik stellt. Dabei warst du, als ich die Email anfangs verfasst habe, in keinster Weise angesprochen.
      Weder gehörte eine deiner Veranstaltungen zum DCS, noch bestehen sie nur aus 100 Lichtschranken. Im Gegenteil war das positiv Beispiel, für Veranstaltungen die ganz ohne Lichtschranken auskommen, auf euch bezogen.
      Wenn ich Kritik an deinen Veranstaltungen hatte, so hab ich sie dir immer persönlich gesagt, und hab mich speziell bei dir auch immer verstanden gefühlt.

      Kritiker zu diskreditieren ist wohl die einfachste Möglichkeit einer Diskussion aus dem Weg zu gehen und Kritik an sich abprallen zu lassen. Der erwähnte Veranstalter, der mich als „Größenwahnsinnig“ bezeichnet, hätte mich doch vielleicht lieber mal persönlich ansprechen sollen, um wie von dir vorgeschlagen, ein Gespräch mit mir führen.
      Dazu bin ich immer noch gerne bereit, aber bis jetzt hat diese Möglichkeit kein Veranstalter wahrgenommen, wie erwähnt wird das ganze totgeschwiegen.

      Leider haben sich damit ja meine Befürchtungen bestätigt, es wird übertrieben reagiert. Nichts gegen die Coppa, aber zur DCS passt sie überhaupt nicht. Wenn ich Ergebnisse Coppa und Teilnehmer DCS vergleiche, dann bleiben nicht mal 5 Teams übrig.
      Jetzt wo die Coppa dabei ist, was fällt dann weg?

      Meine Kritik bezog sich auf 2 Punkte. Zum einen der beworbenen Drittelmix, und der Anspruch „Die Bundesliga des Oldtimersports“ darzustellen, tatsächlich aber über 500 Lichtschranken zu bieten und nur eine geheime Schnittprüfung.
      Das sind Fakten! Keine Wahnvorstellungen eines Größenwahnsinnigen, und es ist meine persönliche Meinung das ich das ganze in Frage gestellt habe. Ich finde 500 Lichtschranken langweilig.

      Zum zweiten die, auch von dir angesprochene, Beifahrersituation im allgemeinen. „Aussterbende Rasse“, “ alle wollen nur noch Lichtschranke“, „kann man soweiso nichts dran ändern“.
      Ich stelle die Frage ob es wirklich so ist? Wollen alle nur noch Lichtschranke? Ist das die Erfüllung für alle Beifahrer? Kann man sowieso nichts dran ändern? Ich denke Nein!
      Wer soll daran etwas ändern wenn nicht wir als Teilnehmer und Veranstalter gleichermaßen.

      Ich weiß selbst, dass ich mit meiner Email und diesem Beitrag nur einen Bruchteil erreiche, aber irgendwo muss man halt mal anfangen. Den Kopf in den Sand zu stecken und „kann man sowieso nichts dran machen“, ändert an der Situation nichts.

      Mein Entschluss dem Hobby den Rücken zu kehren wurde an diesem Wochenende wieder bestärkt. Ich hatte das Vergnügen an einer Veranstaltung teilzunehmen, die für mich den absoluten Jahrestiefstpunkt dargestellt hat. Ein absolut falsches Bordbuch, eine Zeitnahme die den Namen nicht verdient, und Spaßfragen in der Klasse „Super Sport“.
      Da lief alles schief, bis hin zu dem Punkt, dass ich selbst nach einer Stunde suchen den Fahrtleiter persönlich angerufen habe, um überhaupt wieder die Strecke zu finden. “ Da gehts nur geradeaus, da kann man sich nicht verfahren“ war seine Antwort am Telefon. Im Ziel darauf angesprochen, wurde ich dann von ihm vorgeführt und mit: „Du langweilst mich und hast überhaupt keine Ahnung.“ abgespeist.

      Zum Glück steht es mir frei ob ich an solchen Veranstaltungen nochmal teilnehme oder nicht, und von dieser Entscheidungsfreiheit werde ich nächstes Jahr Gebrauch machen. Und deshalb unterstütze ich auch keine Serien/Cups/Veranstaltungen mehr, die mir persönlich nicht zusagen.

      Ich hoffe immer noch dass ich mich irre, und nächstes Jahr alles besser wird.

      Gruß Stefan

    15. Karsten schreibt:
      19. 10. 2014 um 17:27

      Hallo Stefan,

      komme gerade von einer Veranstaltung mit 15 geheimen und nur einer Schlauchprüfung, die Hälfte der Geheimen im Dunkeln, teils auf Karten teils Chinesen. Moni war hinterher platt (und zufrieden).

      Du hast zum richtigen Zeitpunkt die richtige Diskussion angestossen und es wird nächstes Jahr Veranstaltungen nach Deinem (und meinem) Geschmack geben.

      Ich freu mich auf Dich
      Karsten

    16. Matthias schreibt:
      19. 10. 2014 um 23:12

      Servus miteinander,

      man kann keinem von Euch widersprechen, jeder Post hat nicht nur einen Funken Wahrheit in sich, vielmehr stellt die Zusammenfassung aller geschriebenen Beiträge die Situation unseres Hobbys dar. Dies ist nicht erst seit gestern so, nein, diese Gespenster kreisen schon seit Jahren.

      Lösung? Die würde es geben, nur bedarf es eines entsprechenden Personenkreises auf beiden Seiten. Genügend Aktive die das wollen und die entsprechende Anzahl an Veranstaltern die es umsetzen. Rudolf hat dies oben schon dargestellt.

      Wenn man sich die Szene betrachtet ist eine kurzfristige Lösung nicht in Sicht. Werbung, Überzeugungsarbeit usw. usw., auch von den Akteuren, ist hier gefragt.

      Die dafür benötigten Veranstaltungen müssen selbstverständlich auch geschaffen werden, Magnus packt es ja auch schon an. Wir brauchen dafür auch keine Rallyes über mehrere Tage mit Streckenlängen in vierstelliger Höhe, damit werden sowohl Teilnehmer wie Ausrichter überfordert. Seit Euch bitte im Klaren, wenn diese Art von historischen Rallyes keimen soll dann muss man erstmal ansähen und nicht gleich eine genmanipulierte Megapflanze auftischen. Vergleiche mit den Beneluxländern oder gar LeJog sind dabei absolut nicht angebracht. Oder sind diese Rallyes dort von heute auf morgen vom Himmel gefallen?

      Alles in Allem ein schwieriges Unterfangen.

      Viele Grüße

      Matthias

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