Letzte Themen

Flagge zeigen!!

  • Valid XHTML 1.0!
  • Valid XHTML 1.0!
  • Valid XHTML 1.0!
  • Valid XHTML 1.0!
  • Valid XHTML 1.0!
  • Valid XHTML 1.0!
  • Valid XHTML 1.0!
  • Valid XHTML 1.0!
  • Archiv

    Kategorien


    « | Aktuell | »

    Kyffhäuser Berg Classic – der Zwitter

    Von Administrator | 17. 09. 2013

    Ein paar Bilder hatte ich ja schon veröffentlicht, mit angemessener Verspätung jetzt der versprochene Bericht:

    Am Kyffhäuser in Thüringen gab es schon lange Bergrennen, bis vor ein paar Jahren sogar als „echte“ Bestzeitrennen. Auf youtube findet man eine ganze Reihe von absolut sehenswerten Onboardaufnahmen der verschiedensten Kategorien. Leider haben sich die Veranstalter vor ein paar Jahren nicht über eine Fortsetzung einigen können und so blieb diese geniale Strecke lange nur dem öffentlichen Verkehr.

    DSC_7569

    Die diesjährige Veranstaltung war etwas Neues, organisiert von Thomas Schäfer (Württembergische Classic) und Karl-Heinz Schott (Sachs-Franken-Classic).

    DSC_7575DSC_7635

    Die Idee: Bergrennen und Rallye miteinander zu verbinden. Herausgekommen ist ein Zwitter, der zwar erhebliches Potential hat, aber in der diesjährigen Form noch nicht so richtig ans Laufen kam.

    DSC_7724

    Die Kombination aus Rallye und Bergrennen kennen wir ja alle noch von der Rossfeld Historic in Berchtesgaden, aus meiner Sicht eine wirklich tolle und abwechslungsreiche Variante zu den üblichen Rallyes. Dort waren Rallye und Bergtag streng voneinander getrennt, zunächst 2 Tage klassisches Rallyefahren, dann einen Tag mehrfach die Rossfeldbergstrecke. Thomas und Karl-Heinz haben es anders versucht, an beiden Tagen jeweils vormittags 3 mal den Berg hoch, die Rückfahrt aufgelockert durch ein paar Tests, um die Zeit bis zum nächsten Lauf etwas zu strecken und die Wartezeit am Fuß des Berges nicht zu lang werden zu lassen. Am Nachmittag jeweils eine Rallyeschleife und zum Abschluß ein Stadt Grand Prix. Ein Concours d’Elegance war ebenfalls geboten (nix für mich und meinen 541).

    DSC_7558DSC_7700

    Das hörte sich nach einem sehr guten Konzept an und ich habe auch sofort gemeldet, als im Januar die Ausschreibung draußen war. Leider fanden es nur 24 weitere Teams ähnlich spannend und so blieb die Nennliste sehr überschaubar. Schade, aber angesichts des recht hohen Startgeldes irgendwie auch nachvollziehbar.

    DSC_7596

    Das Drumherum ist bei diesen beiden eingespielten Veranstaltern oft spektakulär und immer perfekt, sei es die Unterkunft, das Essen und Trinken, das Rahmenprogramm (Abendessen im 700m tiefen Salzbergwerk, Bauernkriegspanorama, Nebra Museum, Siegerehrung am Kyffhäuserdenkmal), hier stehen die Veranstalter jenseits aller Kritik.

    DSC_7643DSC_7677

    Allerdings lief die fahrerische Seite des Wochenendes nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte. Die Bergstrecke ist traumhaft, war für die Läufe für den übrigen Verkehr gesperrt, es gab keine Zeitvorgaben (nur eine sehr entspannte Maximalzeit), so daß jeder nach seinem Gusto da hoch fahren, kurvenschneiden und es fliegen lassen konnte, wie er wollte. Im Ziel dann drei Lichtschranken, die erste nach eigener Sollzeit zu fahren, die beiden anderen jeden Durchgang mit unterschiedlichen Vorgaben. So weit so gut. Nach 3 Durchgängen mit den eingeschobenen Tests paßte das alles prima.

    DSC_7586DSC_7585

    Nach der Mittagspause dann die „Rallyeschleife“, die aus reinem Chinesenabfahren bestand. Das war deutlich unter dem Niveau einer solchen Veranstaltung und geriet trotz der interessanten Pausenziele eher fad. Schade, 3 Stunden nur schöne Landschaft schauen ist nicht wirklich meine Priorität, wenn ich Rallye fahren möchte.

    Schotti erklärte mir, daß es fast keine Möglichkeiten für interessante Feld-, Wald- und Wiesenwegeaufgaben gäbe, da es fast durch die riesigen Ex-LPG-Felder kaum befahrbare Feld-, Wald- und Wiesenwege gäbe. Dadurch würden sich keine gescheiten Oriaufgaben anbieten. Aber dann muß ich mir natürlich überlegen, ob ich dort eine Rallye veranstalten möchte oder das nicht doch anders aufziehe.

    DSC_7564DSC_7614

    Mein Fazit: Der Zwitter funktioniert nicht, wenn für einen Teil die Voraussetzungen nicht gegeben sind. Also entweder ein reines Bergrennen, dann wird auch eine deutlich andere Klientel zusätzlich angesprochen (Bergrenner, die nicht auf öffentlichen Straßen zurückfahren können) und es wird wirklich voll und publikumswirksam, oder (meine präferierte Variante) eine Gegend suchen, die nebenbei noch eine anspruchsvolle Rallye zuläßt. Damit wäre eine wirklich einzigartige Kombination mit sehr großem Spaßfaktor geschaffen, die die verschiedensten Fähigkeiten der Teams prüft und den Besten ermittelt (Bergrennen, Ori, Gleichmäßigkeit, Stadt Grand Prix – was für eine Kombination).

    Bin gespannt, ob und wie es weitergeht – Eure Kommentare sind sehr willkommen.

    DSC_7708

    Kategorien: Bergrennen, Kyffhäuser | 2 Kommentare »

    2 Kommentare zu “Kyffhäuser Berg Classic – der Zwitter”

    1. Miwi schreibt:
      18. 09. 2013 um 12:37

      Das lässt sich doch machen!
      Ich kenn da eine gute Gegend. Stichwort: Zotzenbach!
      Bergerennstrecke (mit Tradition), Odenwald als ORI- und GL-Spielwiese, und für den Stadt-Grandprix findet sich auch noch ein Ort!
      Ich mach die ORI und die GLP`s und was macht Ihr?
      Der MSC Zotzenbach lässt sich vielleicht auch zu einer Mitarbeit bewegen?

      Wenn es etwas nicht gibt, dann muss man es eben selbst machen!

      Grüße von der Zollernalb!

      Michael

    2. karsten schreibt:
      18. 09. 2013 um 18:49

      Das war wirklich eine einmalige Veranstaltung (im engeren Sinn des Wortes) – eine der Schönsten, an die ich mich erinnern kann.
      Eben wegen der wenigen und netten Teilnehmer und dem tollen Drumherum (Kompliment dem Veranstalter).
      Wie ein Prototyp …

      Hab mich sehr wohl gefühlt, bei Dir im Auto – bist ein guter Fahrer 😉

      LG – Karsten

    Kommentare