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    Salz & Öl 2012

    Von Administrator | 17. 10. 2012

    Ein Gastbeitrag von Karsten

    Wer im Oktober Sehnsucht nach gleißender Sonne, 25 Grad Celsius, vielen schönen alten Autos unter einem (Messe-)Dach und Motorsport der alten Machart hat, fährt wohin? Richtig, nach Österreich, genauer gesagt nach Salzburg.

    haupt12

    Dort findet in der ersten Oktoberhälfte eine kleine aber feine Oldtimer-Messe statt, mit einem ordentlichen Teilemarkt, einer Auktion des altehrwürdigen Dorotheums und der eigentlichen Attraktion für den Rallyefreund: der herzblutgetränkten Salz & Öl.

    Los geht es mit einem Brief vom Veranstalter mit einer Einladung zum exklusiven Preview am Abend vorher, Eintrittskarten für Mensch und Maschine, sehr genaue Beschreibung der Veranstaltung und einer kleinen Referenzstrecke. Während die erste Auflage im Jahr 2000 noch in und um Hallein jeweils Start und Ziel hatte, bietet die Messe „Classic Expo“ seit 2006 einen passenden Rahmen. Diese wird auch vom Rallyeveranstalter, dem Salzburger Rallye Club, durchgeführt. Der S.R.C. besteht lediglich aus drei Mitgliedern: Gert Pierer (Präsident), Thomas Matzelberger (Vize), und Hermann Schwarz (Vize).

    Der Abend vorher (Preview) ist eine echte Falle: Starnummer 53 hat Geburtstag und das Bier ist kalt. Die Qualität der ausgestellten Autos hat sich übrigens von Jahr zu Jahr gesteigert, mit dem neuen Gebäude der Messe kommt das richtig beeindruckend. Man möchte eigentlich gar nicht gehen…

    AH vorne

    Am Freitag wird es dann ernst: Startnummern und den Logger von Kart-Data gibt es für das Auto und eine lebhafte Fahrerbesprechung mit Urgestein Gert Pierer fürs Team. Kart-Data ist übrigens in Salzburg zu Hause und Gründer Andreas Holzleitner hat zusammen mit Salz & Öl – Stratege Thomas Matzelberger schon eine Menge Technik und Aufgaben ausgetüftelt, die von anderen – recht bekannten – Veranstaltungen erfolgreich eingesetzt bzw. übernommen wurden.

    Start um 16 Uhr, wolkenloser Himmel und leichter Föhn, ab in die Berge. Die erste Sonderprüfung an der Nordflanke des Hochkönig, eine schmale Straße mäandert steil bergauf, es wird kurz noch mal hell bevor die schmale Straße sich in einen dunklen Wald stürzt – Schnitt 45 km/h. Hat das jemand geschafft?

    Dann kurz Richtung Dachstein und wieder zurück mit drei Sonderprüfungen, wir reiten in den Sonnenuntergang. Jetzt ist es endlich wirklich dunkel, wir stehen vor einer Kaserne mit einer Skizze auf den Knien. Drinnen stockdunkel und zwei Schläuche versteckt. Es kreisen ein paar Lichtkegel von Rallyeteilnehmern umeinander, auf der Suche nach dem Ausgang …

    Alpine Porsche

    Zum Ziel in Fuschl mit großem Buffet und schon wieder kaltem Bier führt dann noch eine Karte mit ca. 10 Punkten, welche hintereinander anzufahren sind und den Weg durch die tiefe Nacht über den Gaisberg und am Salzburgring vorbei weisen. 22 Uhr fühlt sich an wie früher Morgen.

    Um auch mit dem Gerücht aufzuräumen, die Salz & Öl habe ZK-Vorgaben, die nicht erreichbar sind: da uns der Haldaantrieb verlorengegangen ist, sind wir zügig – innerhalb der Vorgaben der STVO – von der Kaserne nach Fuschl die Karte abgefahren. Die raffiniert gelegten Zwischenzeitkontrollen mit zusätzlicher Passierkontrollenfunktion sind wir ohne die Vorgabe abzuwarten angefahren und waren am Ende eine gute Viertelstunde früher am Ziel. Das ist ausreichend und fair, aber nicht zuviel, verteilt auf zwei Haltepunkte.

    Der Samstag bietet wieder Kaiserwetter. Diesmal geht es von Fuschl aus in Richtung Seen und Kobernaußerwald, um 8 Uhr morgens, vermutlich ohne vielen Autos zu begegnen, auf hügeligen Nebenstraßen mit Blick zu den Alpengipfeln. Wir steigen diesmal ein bisschen später ein, mit ohne Dach, rechtzeitig zur Karte mit den anzufahrenden Belohnungspunkten. Eine geniale Idee, wer schnell in der richtigen Reihenfolge mit guter Strategie unterwegs ist, wird belohnt. Wer es übertreibt, ziemlich übel bestraft – wie im richtigen Leben.

    BMW Traktor

    Mittagessen dann natürlich im Freien und im armfreien Hemd. Und schon wieder kaltes Bier. Der Weg zurück zur Messe findet sich auf einer schönen, großen, farbigen Karte, ca. 1:50.000 mit eingezeichneter Schnittprüfung und anspruchsvoller Navigation, nicht im Sinne von Denksport sondern eher von Entscheiden ob „Links oder Rechts“.

    Dabei haben sich die eine oder andere Lokalgröße ordentlich verfahren und Albrecht Heinrici mit Heiner Koch am Steuer aus dem hohen Norden alles richtig gemacht und den Gesamtsieg geholt. Gesamtdritte wurden Klaus Thiele mit Olli Nusser. Toll gemacht – herzlichen Glückwunsch ! Das gilt auch für das Veranstaltertrio, mehr Herzblut gepaart mit Rallyekompetenz und korrekter Sportlichkeit geht nicht.

    Ein bisschen Schnee wäre zur Abwechslung dann 2013 mal ganz nett …

    Bilder: SRC

    Kategorien: Gastbeitrag, Salz & Öl | Keine Kommentare »

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