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    Der springende Punkt

    Von Administrator | 06. 10. 2011

    Rheinland Classics, 16. und 17. September 2011, Daun-Vulkaneifel

    Gastbeitrag von Oliver Butscher

    Die Vulkaneifel rief. In ihre Wälder, Hügel und Täler. In Dörfchen, Städtchen, Weiler und Höfe. Der Rallyetross soll sich durch sie hindurch navigieren; es war wieder Zeit für die Rheinland Classics mit Start, Übernachtungshalt und Ziel in Daun. Wir, das sind Katrin Müller am Lenkrad und ich über der Lupe, nahmen zum vierten Mal mit der Startnummer Vier als wiedermal einzige Schweizer teil.

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    „Das Wetter bringen unsere Teilnehmer mit“. Organisator Wolfgang Heinz delegierte auch an dieser Veranstaltung das einzig Unplanbare an die Startenden. Den Rest hatte er und sein Team mit fester Hand im Griff – bewundernswert. Und Petrus‘ Taten gerieten so vielfältig wie das Teilnehmerfeld. Von allem etwas. Man wurde den Eindruck nicht los, dass es sich beim Wetter um kein Mitbringsel handelte sondern dass es schon immer hier war.

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    Gespannt waren wir. Gespannt, weil die Heinz‘sche Schwesterveranstaltung Saar-Lor-Lux im Frühling wegen Teilnehmerschwund in den Vorjahren eine Konzeptänderung erfuhr. Durch Hinzunahme von jüngeren Fahrzeugen und Vereinfachung der Aufgaben gelang es, mehr Teams anzulocken. Aber von manchem sportlichen Fahrer (neu Kategorie „Experten“) war aber zu vernehmen, dass die Aufgaben etwas gar simpel gerieten und die Wertung schlussendlich nur an der Lichtschranke gemacht wurde. Seitens Organisation hatte man sich eigentlich klar gegen so was ausgesprochen. Gespannt waren wir aber auch, wie sich der frische Wind der neuen Rallyeleiter macht. Der bewährte Kilian Heinz weilt beruflich in Sydney und hat das Zepter an Guido Horsch, Ralf Schackmann und Karl Fries weitergegeben.

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    Die Rallye begann tatsächlich erstaunlich. Die 20 Minuten vor Start ausgegebenen Karten offenbarten, dass der neue Wind eher in Orkanstärke blasen wird. Die meisten Karten sind mit Sollzeit- und Gleichmässigkeitsprüfungen gespickt. Zum Teil verschachtelt und mit unterwegs angegebenen wechselnden Schnitten. Viel Potential also, nicht nur stumme Wächter (je 20 Strafpunkte) zu verpassen, sondern sich auch die eine oder andere Zeit zu verhauen.

    Karte 2 verlangte dann das Fahren auf einer Strecke, welche durch Striche und Punkte bestimmt wird. 3 Min 25 Sek nach Start wartet die erste Lichtschranke und ab dann galt ein Schnitt von 40 km/h für den Rest. OK – Kartenaufgabe lösen und einzeichnen. Striche auf direktem Weg anfahren, Punkte auf dem zweitdirektesten. Eins nach dem anderen. Lösbar. Start dann im Minutentakt. Durch den Wald und hinunter Richtung Schwirzheim, den Zeitkontrollwagen im Blick. Der Teilnehmer vor uns hatte auch noch Vorsprung, wartete vor der Lichtschranke, fuhr dann los und ruckelte zur Zeitnahme. Aber was passierte dann? Nach der Weiterfahrt am nächsten Abzweig links? Meine Strecke um den ersten Punkt anzufahren ging rechts. Hm, komisch. Nochmal kontrollieren – meine Lösung schien richtig, nur Mut und Selbstvertrauen. OK – wir also auch durch die Lichtschranke, weiter zur Kreuzung und rechts. Nächster Abzweig auch problemlos – stiller Wächter in Form eines Buchstaben kam, gutes Gefühl. Oben in der Kehre stand dann Wolfgang Heinz in einem weiteren Zeitnahmewagen. Schnitt passt, durch und weiter.

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    Zu reden gab es allerdings auf dem Parkplatz vor der Kaffeepause in Baselt. Keller/Förster wunderte sich über unsere Routenwahl – und darüber, dass sie den ersten Punkt schlichtweg übersehen haben! Schnell bei den Redels nachgefragt: auch da ging der erste Punkt vergessen! Just kam Wolfgang Heinz und erzählte, dass er nach langen Minuten telefonisch am Start nachfragte, wo denn die Teilnehmer blieben. „Alle durch und abgefahren!“ kam die Auskunft. Wolfgang konnte auf seinem Kontrollblatt von 21 Teilnehmern nämlich nur eine Startnummer notieren: die Vier. Fast das gesamt Feld ist diesen Punkt nicht angefahren – Schnittfehler inklusive. „Da müssen schon die Schweizer kommen, um uns die Punkte auf der Karte zu zeigen!“ kommentierte Klaus Förster. Hätte ich nicht im weiteren Verlauf einen Überlegungsfehler gemacht, hätte diese Karte für uns zum springenden Punkt der Rallye werden können. Und alle haben again what learned – gell Jens?! ADMIN: Passt scho!

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    Weiter ging‘s mit Rallyegenuss von höchster Güte. Chinesen wechselten sich mit Kartenaufgaben ab, Sollzeitprüfungen mit Gleichmässigkeiten. Einsamkeit in den weitreichenden Wäldern der Eifel folgten auf Ortsdurchfahrten mit Speaker-Beschallung und Blitzlichtgewitter von den Kaffee schlürfenden Schaulustigen in den Fussgängerzonen. Am zweiten Tag ging’s dann von Daun aus Richtung Mosel mit Mittagspause im Kloster Machern. Ein wunderbarer Ort um den ganzen Vorplatz mit alten Autos vollzustellen.

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    Am Samstag Nachmittag kam es dann noch mal zu haarigen Szene auf einer Gleichmässigkeitsprüfung für die eine schmale Nebenstrasse ohne Überholmöglichkeit herhalten sollte. Ein ziviles Fahrzeug hatte sich auf die gleiche Strecke verirrt und fuhr munter mit gefühlten 20 km/h vor uns her. Schnitt war aber 40. Leider war der Punto-Fahrer auch mit einer gewissen Rückspiegelresistenz ausgestattet und so blieben unsere Versuche zur „Kontaktaufnahme“ auch erfolglos. Nachdem insgesamt vier Rallyeteilnehmer aufgelaufen waren, hatte die Person aber ein Einsehen und liess uns passieren. Vier Zeitnahmen von uns gingen aber leider drauf. Eine faire Lösung hatte die Rallyeleitung später parat: wir erhielten den Durchschnitt der Strafpunkte aller Teilnehmer. Damit können wir gut leben.

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    Was bleibt von diesem Wochenende? Ein fünfter Platz hinter Heidi Redel/Marius Jung (Mini Cooper), Peter/Stefan Redel (Triumph TR4), Klaus Förster/Hans Keller (BMW 2002) und Klaus/Ute Schepper (Opel Kadett GT/E). Aber auch ein paar ganz grosse Momente in der grossen Teilnehmer-Familie. Wir haben tolle Menschen getroffen, wunderschöne Strassen gefahren und eine vorzügliche Organisation genossen. Danke – wir kommen wieder, wenn die Vulkaneifel ruft.

    Kategorien: CRC, Gastbeitrag, Rheinland Classic | 2 Kommentare »

    2 Kommentare zu “Der springende Punkt”

    1. Pit schreibt:
      8. 10. 2011 um 16:05

      Das Wetter in der Eifel ist halt speziell. Schön geschriebener Report, da kommt das Beifahrerfeeling auf!

    2. karsten schreibt:
      10. 10. 2011 um 15:37

      toller Beitrag – habe diesen sehr genossen. Kompliment zum gefundenen Punkt und der flüssigen Feder. Viele Grüße, Karsten

    Kommentare