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Automuseum Wolfegg
Von Administrator | 07. 06. 2009
Man liest ja immer mal wieder was über Fritz B. Buschs Museum im Allgäu. Letzte Woche war ich beruflich ein paar Tage in der Schweiz und auf dem Rückweg hab ich mir – endlich – mal die Zeit genommen, von der A96 abzuzweigen und den kurzen Ausflug nach Wolfegg zu machen.
Das Fazit gleich vorweg: Warum bin ich da nicht schon vor Jahren mal hingefahren. Ich Depp.
Das Museum ist komplett privat finanziert, Kern ist die eigene Sammlung von FBB, angereichert durch weitere Leihgaben. Und was da an Autos und Mopeds alles so rumsteht – wirklich ein Genuß.
Man darf hemmungslos photographieren – das ist in vielen deutschen Museen nicht selbstverständlich, warum eigentlich nicht? Naja, jedenfalls habe ich soviele Bilder gemacht, bis die Batterie leer war. Hier ein kleiner Auszug:
Gleich am Eingang geht es mit einem Hammer los: eine originale (!!) Indian Four von 1928. Dazu je eine MotoGuzzi Alce (1938) und 500 von 1944 (das sind die mit der freiliegenden Schwungscheibe).
Unter der Decke hängt ein Porsche Formel II (1959), dazu kommt der selbstgezimmerte Diesel-Weltrekordwagen von 1975 und der Golf, mit dem 1974 die 31.000 km Pirelli-Tour durch Amerika stattfand.
Dann steht dort mittendrin ein Capri der ersten Serie, der 1972 als Autogrammauto genutzt wurde, viele der alten Helden sind hier verewigt, u.a. Ronnie Peterson, Carlos Pace, Graham Hill, Leo Kinnunen, Willi Kauhsen und was sonst so alles einen Namen hatte. Alleine an diesem Auto kann man Stunden verbringen – und die alten Erinnerungen vom Nürburgring sind plötzlich wieder da. Formel 1, Interserie, DTM …
Sehr stark vertreten ist die Vorkriegs-fraktion mit Lancia Lambda (1927), Aga (1921), Fiat 501 S (1923), Steyr Baby (1940), Goliath Pionier (1932), Adler 10 (1938), Hanomag 3/16 (1929), Kommisbrot (1927), Salmson (1927) -der wäre was für Mich.
Dazu kommen dann die klassischen Dreiräder, die Kleinwagen der 50er, Camping-szenen und vieles, vieles mehr. Jetzt hör ich auf mit Bildern und Labern. In den nächsten Wochen kommt nochmal ein absolutes Highlight der Sammlung.
Selber hinfahren – es lohnt sich wirklich.
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